ChrisKong

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  • als Antwort auf: Xbox Series XS Talk #1751114
    ChrisKongChrisKong
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    Hier der CNBC-Artikel.

    https://www.cnbc.com/2022/10/26/microsofts-phil-spencer-gaming-somewhat-resilient-to-weak-economy.html

    Das mit den 100-200, weiss nicht, wie exakt das ist. Irgendwie wird das aus dem Artikel nämlich nicht wirklich ersichtlich, da hier Spencer nicht direkt zitiert wird. Insbesondere erschliesst sich mir nicht, warum genau die Series S stärker subventioniert sein soll?

    Aber gut, die Zeit wird zeigen, ob MS die Preise bei Konsolen erhöhen wird. So kurz vor Weihnachten glaub ich nicht dran, wäre in der Öffentlichkeit ein ziemlicher Bitch-Move und das ist eher Sonys Kernkompetenz. 🙂

    als Antwort auf: Game-News-Plattformübergreifend #1751011
    ChrisKongChrisKong
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    Man könnte meinen der Zugang zu CoD und Activisions genereller Shitshow wäre als verfassungsmässiges Recht garantiert. Sony sollte froh sein, wenn es verschwindet, dann wird das Geld hoffentlich für erhaltenswertere Spiele eingesetzt – Wunschdenken.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1751010
    ChrisKongChrisKong
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    Bullet Train

    David Leitch ist die Schablone eines Hollywood-Arbeiters, der sich langsam aber stetig die Karriere erarbeitet hat und sich dafür sicher zahlreiche Blessuren eingefangen hat. Bis 2012 hat er Credits als Stuntman. Und das, obwohl er da schon ca. 9 Jahre als Second Unit Director unterwegs war. Daneben war er auch Stunt-Coordinator bei div. Produktionen beteiligt. Gemeinsam mit Chad Stahelski inszenierte er den ersten John Wick. Dass er nicht nur Action kann, zeigte er dann aber trotzdem in einem Actionfilm, Atomic Blonde. Für mich ist das seine bisher beste Arbeit. Der grosse Vorteil von ihm ist, dass er als Stuntman ein Gespür für praktische Effekte hat und wie man Action eben richtig inszeniert. Etwas, womit sich div. Regisseure schwertun und meinen alles mit Schnitten im Sekundentakt oder Wackelkamera kompensieren zu müssen. Ein Glück, dass neben der John Wick Reihe, auch Bullet Train dem eine klare Absage erteilt.
    Am besten kann man den Film als eine Mischung aus Snatch von Guy Ritchie (ebenfalls mit Brad Pitt), Seven Psychopaths und Smokin Aces beschreiben. Dabei wird ähnlich wie in Snatch meist eine Szene aus einer anderen Perspektive nochmals beleuchtet und erklärt, wie es zu dem Vorfall zuvor kam. Da das noch nicht so überstrapaziert ist, wirkt es hier auch relativ frisch. Dazu kommen redselige Protagonisten in dieser Killerballade, die den Habitus ihrer Figuren voll ausleben dürfen. Das funktioniert alles sehr viel besser, als ich es vermutet habe. Schon bei Atomic Blonde merkt man einfach, wie Leitch mit den Darstellern arbeitet und nicht einfach mechanische Abläufe reproduziert.
    Im Mittelpunkt steht Killer Ladybug – zumindest ist das sein Deckname, den ihm seine Kontaktperson gegeben hat – ein Killer-Loser, der sich in einer Art Midlife-Crisis befindet. Er springt für einen anderen Killer ein und soll einen Koffer sichern. Klassischer McGuffin-Plot halt. Natürlich dauert es nicht lang, bis alles aus dem Ruder läuft. Ladybug ist nämlich nicht der einzige Killer an Bord des Shinkansen, dem superschnellen Fortbewegungsmittel in Japan, auch Bullet Train genannt.
    Einen Anspruch an Akkuratesse sollte man hier nicht aufblitzen lassen. Der Film steckt voller Über- und Untertreibungen. Einerseits ist der Zug gefühlt deutlich langsamer auf dieser Strecke unterwegs, als er das real wäre, andererseits, je stärker die Action eskaliert, desto absurder werden die physikalischen Leistungen, die das Rollmaterial erbringt. Das sollte man also komplett ausblenden. Andere kleinere Details sind auch eher einer westlichen Perspektive geschuldet, das fällt aber eher Japan-Kennern auf, Stichwort Trinkgeld.
    Die Stärke des Films liegt zum einen bei der wirklich flotten Inszenierung, die einfach Spass macht. Daran sollten sich die ganzen Netflix-Actioner mal ein Beispiel nehmen. Leitch macht viel aus dem begrenzten Setting und glänzt mit einer ganzen Tonne an Einfällen. Dabei hat er auch noch eine Geschichte am Start, die tatsächlich komplexer ist, als man es bei einem Film dieser Art vermuten würde.
    Zum anderen gibt Leitch den Darstellern hier wirklich die Gelegenheit, zu brillieren. Allen voran natürlich Brad Pitt, der extrem gut aufgelegt scheint. Kein Wunder, er und Leitch kennen sich von zahlreichen Produktionen. Ohne nachzuschauen, aber von der Optik her würde ich schätzen, dass Leitch für Pitt da der Stuntman war. In gewisser Weise wurde Leitch dann in Tarantinos Once upon a Time in Hollywood durch Pitt geehrt. Einen besseren Lucky Loser hätte man nicht finden können. Daneben dürfen auch Aaron Taylor-Johnson (Kick-Ass) und Brian Tyree Henry (Paperboy aus Atlanta) als Killertwins ihre Kabinettstückchen zeigen. Der Cast wird durch weitere Namen perfekt ergänzt. Mindestens vier davon sind eine kleinere Überraschung, weswegen ich sie nicht erwähne und auch empfehle möglichst nicht zu viele Infos zum Film im Vorfeld zu sichten.
    Ein paar Schwächen hat der Film dann schon, weswegen ich ihn nicht an der Spitze von Leitchs bisherigen Arbeiten sehe. Das Ende versucht zu sehr noch einen draufzusetzen, was aber einige Szenen zu lang macht. Es ist beim besten Willen kein Film, der eine Laufzeit von etwas über zwei Stunden benötigt. Die CGI gegen Ende ist auch nicht als eine Stärke des Films zu definieren. Sie geht in Ordnung, aber bis zur Mitte fühlt sich der Film da deutlich organischer an. Natürlich zieht auch nicht jeder Gag. Aber das mag man dem Film nicht wirklich anlasten, weil er in anderen Szenen eben alles richtig macht.
    Doumo arigatou gozaimasu David Leitch.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1751002
    ChrisKongChrisKong
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    Ich fand, dass der Witcher zum Teil sogar fast schon Nebenfigur war und eher der Begleiter durch die Geschichte, während Yennefer und Ciri diese mehrheitlich vorantrieben. Insbesondere Yennefer soll ja stark von der Buchvorlage abweichen.
    Als Nichtkenner der Bücher und Spiele ist mir das natürlich Wumpe. Ich fand die Show unterhaltsam, jedoch ohne dass sie in Sphären der Topshots der Serienfantasy vordrang. Was die Serie bei mir durchaus erreicht hat, ist der Wunsch, es nochmals mit den Spielen zu versuchen. Passend, dass da nun ein Remake des ersten kommt.
    Ich vermute hinter den Kulissen hat es auch noch mit was anderem zu tun, als nur mit Unzufriedenheit. Vielleicht läuft da noch eine andere Nummer ab, eine mit zwei Nullen und einer Sieben. Überraschen würde es mich nicht.

    als Antwort auf: Switch 2, was wird es? #1750953
    ChrisKongChrisKong
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    Wie Carot sagt, es ist relativ günstig zu produzieren und wenn man dann ein paar Millionen Einheiten absetzen kann, wo sich die Konkurrenz die Finger lecken würde, würde sie das mit neuen Titeln schaffen, so glaube ich nicht, dass Nintendo da einen anderen Kurs einschlagen wird.
    Nintendo hat auch ein spezielles Problem der Konkurrenz so nicht. Ihre Sachen bleiben auch Vollpreis Longtimeseller. So gesehen können die auch schon zum Start und kurz danach ihre Perlen raushauen. Die werden über die ganze Gen hinweg gekauft. Das kann sich Sony mit teuren Produktionen vielleicht sogar weniger leisten, was ja das Startlineup jeweils erklären würde, das eben nicht mit eine Hammerexklusive beginnt. Durch diese Soft-Techniksprünge wird es von der Vorgängergen sowieso immer gleich eine Handvoll Titel geben, die dann gleich einen Port erhalten. Das wird bei der Switch nicht anders sein. Das Konzept macht Nintendo seit dem Ende des Gamecube so. Dort war TP das Abschiedsgeschenk und auf der Wii der Starttitel.

    als Antwort auf: Switch 2, was wird es? #1750949
    ChrisKongChrisKong
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    Sicher wird man vieles von der Switch auf der nächsten Konsole wieder feilbieten mit besserer Grafik. Gabs eigentlich irgendwas Nennenswertes von der WiiU, das es nicht auf die Switch geschafft hat? Vielleicht eins der Star Fox Spiele?

    ChrisKongChrisKong
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    @Genpei

    Wenn du nach dem Absenden zurückspringst, ist der Text manchmal im Zwischenspeicher und dann wieder da. Hat hier auch öfters mit dem An- und Abmelden zu tun. Beispielsweise drück ich auf Absenden und bin plötzlich nicht mehr eingeloggt.

    Wie schreibt sich dein Nick im PSN, einfach Genpei?

    ChrisKongChrisKong
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    @Genpei

    Ich erwähns gerne noch mal, längere Texte in einem Maileditor, in Word oder sonstwo schreiben, dann copypaste. Btw. hast du eigentlich auf der PS einen Account? Gibt dort einige Genpeis. 🙂

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1750932
    ChrisKongChrisKong
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    The Banker (Apple TV)

    Anthonie Mackie, Sam Jackson, Nia Long und Nicholas Hoult agieren in diesem auf wahren Begebenheiten basierenden Film. USA in den 50ern. Bernard Garrett (Mackie) würde gerne seinen Traum verwirklichen und Unternehmer werden. Mit Zahlen kann er gut umgehen. Ein Rückblick in seine Kindheit zeigt, wie er schon als Schuhputzer in Texas weisse Banker belauscht hat, um an deren Geschäftsgeheimnisse zu kommen. Jahre später verschlägt es ihn nach L.A. zusammen mit seiner Frau. Dort will er erstmals ein Gebäude kaufen, um es an die besserverdienende schwarze Bevölkerung zu vermieten. Dazu wendet er sich an Barker (Star Trek Urgestein Colm Meany) und mit seiner unnachgiebigen Art imponiert er diesem so sehr, dass dieser einen Deal mit Garrett eingeht. Leider ist das nicht von langer Dauer und alsbald ist Garrett auf der Suche nach einem neuen Geldgeber. Dieser taucht in Form von Morris (Jackson) auch auf. Sie teilen jedoch das gleiche Problem, Banken vergeben grundsätzlich keine grossen Kredite an Schwarze. Hier tritt Matt Steiner (Hoult) auf den Plan, der den Strohmann spielt für die Beiden. Dafür muss er allerdings erst in div. Bereichen unterrichtet werden, um als überzeugender Geschäftsmann auftreten zu können.
    Die drei sind auch sehr erfolgreich, sodass sich die Möglichkeit ergibt in Garretts alter Heimat Texas eine Bank zu kaufen. Zu jener Zeit absolut undenkbar.
    Neid, Rassenhass, Unfähigkeit sorgen auch dort für den ein oder anderen Twist in der Geschichte, die immer interessant bleibt und nie langweilig wird. Die Darsteller sind allesamt in Spiellaune. Regisseur George Nolfis Inszenierung ist eher als zweckmässig zu bezeichnen. Das ist solide, bringt aber auch keinen Klassiker hervor. Er stellt sich somit ganz in den Dienst der Geschichte, die für sich alleine spricht. Den gesellschaftspolitischen Kontext verknüpft er mit aktuellen Entwicklungen, die darauf zurückzuführen sind. Wie wesentlich die Arbeit der beiden Männer für die Chancengleichheit ist, wird recht deutlich gemacht. Der Film hilft auch dabei, die Ghettoisierung von Städten besser zu verstehen und was dagegen getan werden kann. Was dem Film ein wenig abgeht, ist ein generell kritischer Blick auf den Kapitalismus. Hier lautet die Message eher, der Kapitalismus muss allen Menschen zur Verfügung stehen. Dass es genau dieser ist, welcher zu Fehlanreizen in der gesellschaftlichen Entwicklung führt, wird da einfach ausgeblendet. Zumindest konnte ich dazu keine kritische Haltung ausmachen. In anderen Punkten ist er dafür ein deutlich lohnenswerterer Beitrag.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1750930
    ChrisKongChrisKong
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    Old Man Staffel 1 (Disney+)

    Wer bei anderen Shows ein gemächliches Tempo bemängelt, der sollte hier gleich vorgewarnt sein. Es passiert zwar immer mal wieder etwas, dass die Spannung ansteigen lässt, aber eine Tour de Force ist diese Serie mitnichten. Jeff Bridges spielt einen ehemaligen CIA-Agenten, an dem die Zeit nicht spurlos vorüber gegangen ist. Durch eine Kette von Ereignissen findet er sich plötzlich von der Vergangenheit verfolgt in einem regelrechten Verwirrspiel wieder. Zu Beginn ist man sich auch nicht sicher, ob ein Teil davon nicht nur eingebildet ist. Dabei holt ihn die Vergangenheit in Form eines afghanischen Warlords ein, der nach ihm trachtet. Dieser hat auch einen gewissen Einfluss beim CIA selbst. Dort arbeitet die Figur Harper, von John Lithgow dargestellt, der eine gemeinsame Vergangenheit mit Bridges Old Man hat und sich alsbald als sein Widersacher herausstellt. Natürlich ist da noch viel mehr im Busch und die Flucht fördert immer mehr von Dan Chases Vergangenheit zu Tage. In Rückblenden erleben wir seine Zeit in Afghanistan. Der Darsteller des jungen Chase ist mit Bill Heck perfekt besetzt.
    Die Rolle ist wie für Bridges massgeschneidert. Ein Grossteil seiner Gefährlichkeit ist auch dem Umstand geschuldet, dass er auf den ersten Blick eher harmlos wirkt. Bridges spielt diese Nuancen auch perfekt raus. Man kauft ihm ab, dass es einen Schalter in ihm gibt, den er jederzeit umlegen kann und der ihn vom lieben Old Man in den Ol Dirty Bastard verwandelt, der ohne Skrupel abdrückt. Dabei agiert er keineswegs gewissenlos, in die Ecke gedrängt wird er aber alles tun, um sich zu schützen. Und das sehr effizient.
    Die erste Staffel endet mit einem Cliffhanger, eine zweite Staffel ist in Arbeit. Den Beteiligten ist anzumerken, dass sie Spass bei den Dreharbeiten hatten. Amy Brenneman, bekannt als Geliebte von De Niro in Heat, gibt hier eine Art Reprise der Rolle von damals wieder. Auch sie sieht sich bald auf der Flucht, mit dem Unterschied, dass sie sich zu einem Aktivposten entwickelt mit eigenem Kopf. Alia Shawkat rundet das Ensemble in der Gegenwart ab und darf als Harpers Gehilfin ihre eigene Meinung lautstark vertreten.
    Die Charaktere sind gut geschrieben, die Darsteller setzen das toll um, Spannung stimmt, was will man mehr? Dass man Bridges nicht im 24 Stil durch alle möglichen Bedrohungsszenarien jagt, bis diese inflationär werden, ist zu begrüssen. Ich freu mich auf die nächste Staffel, auch wenn es wohl noch etwas dauern wird bis dahin.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1750928
    ChrisKongChrisKong
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    Star Wars Geschichten der Jedi (Disney +)

    6 Episoden sind es und sie funktionieren am besten als Ergänzungen zu TCW. Leider ist das Konzept auch hier keins, das wirklich für mich funktioniert wie bei Star Wars Visions auch schon. Die geringe Laufzeit, die zur Verfügung steht, um einen Spannungsbogen aufzubauen, der mehr triggert als ein Wiedersehen mit den Charakteren, reicht dafür einfach nicht. Oder anders gesagt, Filoni brauchte für die besten Momente in TCW meist mehrere Episoden, die enorm von einem Aufbau profitierten. Einige der Szenen hier wirken wie erweiterte Flashbacks der regulären Show, die man damals rausgeschnitten hat. Einige der Episoden schliessen dabei direkt an Folgen an.
    In der Hauptsache erfahren wir mehr über Dooku und Ashoka, daneben bleibt leider nicht mehr viel Raum. Aber der Reihe nach.

    Leben und Tod

    Wir erfahren, wie Ashokas Machtfähigkeiten entdeckt werden. Die Ausgangslage ist leider absolut unplausibel geschrieben. Da lebt das Volk von Ashoka als Jäger und Sammler in einer von Raubtieren umgebenen Natur und der Mutter fällt nichts Schlaueres ein, als Ashoka-Baby zur Jagd mitzunehmen, während der Rest im Dorf sich einen schönen Tag macht? Als dann das Raubtier auftaucht und Ashoka mitnimmt, wird die Mutter dann zurückgehalten, anstatt alle gleich hinterhereilen. Dass dann Ashoka auf dem Tiger zurückgeritten kommt, ist auch so dermassen übertrieben, dass man sich echt fragt, was nun genau der Punkt der Geschichte ist. Auch die Feststellung, sie ist eine Jedi, von der Dorfältesten wirkt auch so merkwürdig. Machtsensitiv heisst ja nicht gleich Jedi. Da gerade TCW zu dieser Differenzierung beigetragen hat, finde ich das fast schon fahrlässig.
    Die Episode hätte dabei unglaubliches Potenzial gehabt, die Entscheidung, Kinder den Jedis zu übergeben, kritisch zu hinterfragen. Man hätte da den urtümlichen Glauben eines Volkes gegenüber den dogmatischen Jedi als Positionen verhandeln können. Das wäre interessant gewesen und nicht so eine kindlich naive Geschichte die laut schreit, respektiert das Leben, bevor ihr es konsumiert.

    Gerechtigkeit

    Was sich sicher viele Fans gewünscht haben, Qui Gon kehrt zurück. Hier in seiner Zeit als Padawan unter Dooku. Und macht man was aus der Meister/Schüler Beziehung der beiden? Nein. Man kriegt allenfalls eine Ahnung, dass Dooku die eigenständige Denkweise seines Padawans mehr schätzt als es Obi Wan bei Anakin tat, aber das wars auch schon. Dookus recht aggressives Verhalten scheint bei ihm nicht die Folge einer Entwicklung zu sein, sondern zum Charakter zu gehören. Fragt sich nur, warum man einer solchen Person überhaupt einen Padawan überantwortet. Zumal Dooku auch später als Sith Lord eher distinguiert vorgeht bei Konflikten, Zügellosigkeit passt weniger zu ihm und auch seinem Habitus als Count. Die Geschichte auf dem Planeten wird auch so schnell abgefrühstückt und mit einem Showdown vor einer Scheune, bei dem man sich auch fragt, sollte das ursprünglich eine Lowbudget RL-Verfilmung werden? Also genau die Schranken, die eine normale Serie hätte aus finanziellen Gründen, seh ich hier in Animationsform verwirklicht. Ein Planet leidet unter einem bösen und mächtigen Senator. Und wir sehen einen Weiler, Dorf wäre schon übertrieben, mit einer Scheune, einen Senator mit einer Heerschar von 6 Personen oder so und Aufständler, die man eher den Kindern aus Bullerbü zuordnen würde. Auch hier werden einfach in Kürze Figuren gedropt ohne deren Hintergründe das alles irgendwie schal und leer wirkt. Von dem Standpunkt her, ist das Setting sogar passend.

    Entscheidungen

    So, jetzt aber. Dooku auf Aussenmission mit Mace Windu. Der einzige Moment in den Filmen, den diese Figuren teilen in Attack of the Clones hatte die Fantasie schweifen lassen. Da sollte doch ordentlich Pfeffer drin sein. Dazu der Tod einer Jedi-Meisterin unter ungeklärten Umständen. Fast schon ernüchternd, wie hier der Mord hier aufgeklärt wird. Die Jedi wurden gerade in TCW immer so overpowered dargestellt, dass der Mord an einer Meisterin ja unter den Jedi Wellen werfen müsste. Aber Fehlanzeige. Bei Gefahr aktiviert sich ja der (Spinnen-)Sinn der Jedi oder Betrüger werden generell schnell entlarvt. So wirkt die Ausgangssituation und Auflösung arg konstruiert, zumal man auch gleich noch zwei der mächtigsten Jedi überhaupt auf diese Mission schickt. Aus der Beziehung zwischen den Figuren holt man auch nicht viel heraus.
    Im Bonusmaterial zu TCW gabs einen Storyarc mit einer ähnlichen Prämisse, bei der Anakin und Obi Wan ermitteln. Leider nur in diesem Prävisualisierungsstil ohne richtige Animationen, aber das wäre genau der Weg gewesen, wie man eine interessante Geschichte aufbaut. So, wie hier, macht mans definitiv nicht.

    Der Sith-Lord

    Hier haben wir inhaltlich eine interessante Ergänzung zu den Filmen. Wir sehen, wie Dooku im Jedi-Archiv Dateien verschwinden lässt und seine Abkehr vom Jedi-Orden, die zeitlich mit den Ereignissen von Episode 1 zusammenfällt. Dabei sieht man Qui Gon ein letztes Mal. Es gibt dann einen Zeitsprung in der Episode, da später der Tod Qui Gons dazu beiträgt, dass Dooku seine Bindung an den Jediorden vollends aufgibt und im Kampf gegen Yaddle ein klares Bekenntnis zu Sidious macht. Der Kampf ist ganz nett gestaltet, aber so ganz wird man nicht draus schlau. Hat die schwere Tür Yaddle nicht zerdrückt, sondern ist sie ausgewichen? Falls ja, so erweckt es aber den komischen Anschein, in der Art und Weise, wie sie die Tür dann mittels Macht wieder hochstemmt. Und falls sie sich mit einem Sprung gerettet hat, warum ist sie nicht geflohen, zumal sie ja gemerkt hat, ihm nicht gewachsen zu sein und auch die zweite Person bemerkt haben dürfte. Das ist leider auch wieder so fahrig geschrieben, als wären wir noch in Filonis Findungsphase. Dass Yaddles Verschwinden später keine Fragen aufwirft, verwundert nicht weiter, hat der Tod der Jedi-Meisterin in der Folge davor ja im Grunde auch nicht.

    Übung macht den Meister

    Ashoka-Time again. Dieses Mal mit Anakin, der ihr eine Übung bereitstellt, die sie wirklich fordert. Neue Folge, altes Problem. Man hat nichts zu erzählen, wofür es eine Folge gebraucht hätte. Es ist mit 13 Min. die kürzeste Folge und genau die mit der meisten Redundanz. Denn logischerweise scheitert Ashoka bei der Übung. Aber sie scheitert nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder. Ich weiss nicht, wie viel offensichtlicher man hier etwas strecken wollte. Traut man dem Publikum nicht das Verständnis zu, dass Ashoka sich gewisse Dinge erarbeiten muss, sodass man das Scheitern so häufig zeigen muss? Im Grunde sieht man hier am besten veranschaulicht, was ich meine. Wenn TCW eine Mathe-Aufgabe samt Lösung ist, so stellen diese Episoden gewissermassen Ergänzungen zum Rechenweg dar. Die Folge mündet denn auch ins Finale von TCW, wir bekommen einfach erklärt, warum Ashoka sich im Vergleich besser schlägt im Kampf mit den Klonkriegern als so manch anderer Jedi. Schön. Und belanglos. Im Verhältnis zu Anakin wird nicht mal etwas Neues angerissen oder ein innerer Konflikt thematisiert, geschweige denn auf die Eröffnungsepisode eingegangen.

    Ausklang

    Die letzte Episode spielt nach der Order 66, als Inquisitoren schon im Einsatz sind. Woher die alle so schnell rekrutiert worden sind nach Order 66, frag ich mal lieber nicht. Man sieht auf jeden Fall einen neuen. Gleichzeitig hat man wieder ein unsere kleine Farm Setting. Ashoka weilt unerkannt unter den Landarbeitern, bis ein Unfall, ihre Jedi-Fähigkeiten enttarnt. Das ist leider auch wieder so holprig, schnell und uninspiriert abgehandelt, inkl. Verrat durch einen Imperiumsgläubigen, dass man nur verstört den Kopf schütteln kann. Auch hier gibt es nur eine Stakkato-Dramaturgie ohne wirklichen Aufbau. Man hat nochmals Bail Organa als Retter in der Not, wobei ich nicht umhinkomme, darin eine Form des Zynismus zu erkennen. Es wird nämlich nicht erwähnt, wohin die überlebenden Farmer geflogen werden. Sollte es Alderaan sein, wärs ja vom Regen in die Traufe.
    Mir ist klar, dass auch hier etwas Erklärung geliefert werden soll, warum Ashoka in Rebels auftaucht und nicht gänzlich von der Bildfläche verschwindet, was ja in TCW faktisch passiert. Aber musste das auf die Art sein? Die 13 Min. der Folge davor hätte man lieber hier verwendet und die Startepisode am besten gleich auch. Dann wäre hier sogar was Substanzielles bei rumgekommen. So ist es fast schon ein Random-Durchzwinkern durch ein paar Lebensabschnitte von Ashoka, die bei der Figur keine neuen Akzente setzen.

    Fazit:
    Gut gemeint, schlecht gemacht. Konzeptionell taugt mir diese Form der Erzählung nicht, was ich schon bei Visions festgestellt hatte. Dort war aber natürlich noch verschärfend, dass man nur neue Figuren hatte und nicht wie hier auf bereits bekannte aufbauen konnte. Also wäre the Tales of the Jedi klar im Vorteil. Leider macht man daraus aber nicht wirklich viel. Es sind ergänzende Beiträge, die mit einer holprigen Dramaturgie glänzen und wie schlechte Zusammenfassungen ganzer Episoden oder Storyarcs wirken. Dookus Vergangenheit wird zwar interessant beleuchtet, aber es fehlt einfach zu viel, um von einer guten Umsetzung zu sprechen. Konflikte mit Qui Gon, Windu, Palpatine fehlen praktisch gänzlich. Er darf ein wenig nachdenklich in die Gegend blicken und Sith-Foreshadowing betreiben, das wars dann auch schon. Dabei wäre gerade sein Fall zur dunklen Seite etwas vom spannendsten gewesen, weil es aus einer intellektuellen und nicht wie bei Anakin emotionalen Perspektive heraus passiert ist. Dooku hat Überzeugungen, er vertritt eine Ideologie. Nur wird nichts davon wirklich verhandelt in den Episoden. Das ist mir einfach zu dünn. Qui Gon hat hier bestenfalls Cameo-Charakter. Schade auch, dass Qui Gon glaube ich der einzige ist, ohne regulären Synchronsprecher im Deutschen. Dass man das bei allen anderen wieder hingekriegt hat, fand ich grossartig.
    Zu den Ashoka-Plots kann ich nicht mehr viel ergänzen, was nicht schon gesagt wurde meinerseits. Von ihr existiert schon verdammt viel Material, gerade wenn man es mit anderen Figuren vergleicht. Was man hier noch hinzufügt, sind eher mechanische Punkte auf einer Timeline, die nicht neue Aspekte der Figur zu Tage fördern oder ihr fortwährendes Dilemma wirklich greifbarer machen. Ich bin schon sehr gespannt auf die Ashoka-Serie, weil sie da hoffentlich den nötigen Raum für Entwicklungen erhält und vielleicht auch wieder den ein oder anderen Zwiespalt in ihrem Charakter. Auf ein Grogu-2 Szenario hätte man getrost verzichten können.
    Bei der Umsetzung auf technischer Ebene bin ich jetzt auch nicht übermässig geflashed worden. Der Detailgrad hat zugenommen nach meiner Einschätzung, aber die Gesichtsanimationen, da hab ich fast das Gefühl, die sind schlechter, besonders Dookus Gesicht wirkt wie eine kaum bewegbare Maske. Wirkliche Actionhighlights hab ich auch keine gesehen. Das gabs in TCW alles schon mal besser. Jegliches Fehlen von Weltraumaction verstärkt diesen Eindruck nur noch. Die Settings waren mir in der Summe zu irdisch – ein Schelm, wer Böses denkt.
    Den unweigerlichen Kontrast liefert hier tatsächlich die Musik. Das ist schon schwer am Maximum, was man erwarten darf. Es klingt jetzt zwar auch nur in ein paar Momenten nach klassischem Star Wars. Trotzdem, spricht man in RL-Verfilmungen meist davon, wie das Schauspiel schwache Drehbücher und Inszenierungen aufwerten, so ist das hier definitiv die Rolle der Musik. Kevin Kiner hat da ganze Arbeit geleistet und empfiehlt sich unbedingt für weitere Projekte im SW-Universum.
    Was sollte mMn besser oder anders werden? Laufzeit, diese sollte immer min. TCW Länge haben, aber nicht um sie mit Redundanz zu füllen. Geschichten sollten vielleicht über ein paar Episoden hinweg aufgebaut werden, das hat sich zu TCW-Zeiten auch bewährt. Tales of the Jedi, der Name sollte Programm sein und sich für andere Zeitebenen öffnen, sich auch mehr Eigenständigkeit trauen und uns überraschen. Die Vorhersehbarkeit der Handlungen nimmt viel von der Spannung. Ich bin sehr daran interessiert, dass man das weiterentwickelt. aber Filoni sollte die Zügel mal loslassen. Seine Schreibarbeit überzeugt mich hier nicht und er verantwortete gleich alle 6 Episoden. The Tales of the Jedi sollte sich nicht zu Filonis adds to his previous work degradieren. Da geht definitiv mehr.

    als Antwort auf: R.I.P. #1750926
    ChrisKongChrisKong
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    Mit dem Tod von Jerry Lee Lewis tritt der letzte Künstler vom Million Dollar Quartett seine letzte Reise an.

    https://www.srf.ch/news/im-alter-von-87-jahren-rock-n-roll-legende-jerry-lee-lewis-ist-tot

    als Antwort auf: Xbox Series XS Talk #1750902
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Also wenn man die Marktdurchdringung erreicht hat, muss man den Markt erst wieder erweitern, sprich mehr Konsolen als Basis unters Volk bringen. Da wäre ein höherer Preis ja eher kontraproduktiv. Wo bei der Gamepass-Geschichte der Breakeven liegt, wäre sicher interessant zu wissen. Immer gesetzt den Fall, dass der jährliche Aufwand für Inhalte in etwa gleich bleibt, was auch nicht so sicher ist. Beim Abo wird man sicher austesten, wie preissensibel die Kundschaft ist.

    als Antwort auf: Xbox Series XS Talk #1750894
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Halt alles, was serverseitig Ressourcen verbraucht. Digitale Inhalte, Online-Gaming. Ansonsten müsste man den Themenschwerpunkt eher bei den Rohstoffen und der Fabrikation setzen. Dort könnte es auch sein, dass Vergünstigung in der Produktion von einzelnen Komponenten nun andere Verteuerungen kompensieren müssen. Normal hat man an dieser Stelle der Konsolen Gen schon einen Preisdrop lanciert.

    als Antwort auf: Xbox Series XS Talk #1750888
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    @Bort

    Ich hatte mich nur auf den Tweet oben bezogen. Aber ehrlich, wenn ich den Artikel dazu lese, ist das einfach wieder nur Spekulatius vom Autor. Certain Things sind nicht einfach gleich Konsolenpreise. Da gehts vor allem um Serverkosten oder die Energiekosten dafür. Das alles deutet auf eine Preiserhöhung für Gamepass und XBoxlive hin, allenfalls Preiserhöhungen bei den Spielen. Mit den Konsolen hat das eher weniger zu tun.

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