ChrisKong

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  • als Antwort auf: The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom #1761986
    ChrisKongChrisKong
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    @Genpei

    Doch, ist angekommen. Als du mir mal davon geschrieben hattest, wusste ich nicht, dass damit eine E-Mail gemeint war. Hab meinen Mailaccount etwas vernachlässigt in letzter Zeit und per Suchfunktion gefunden. Ich werde dir dann per Mail antworten. Sry, war auch hier im Forum nicht mal zum überfliegen anwesend.

    als Antwort auf: The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom #1761970
    ChrisKongChrisKong
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    Halt auch wieder unnötiger Ballast in den meisten Fällen ohne wirklichen Mehrwert. Hab das Kochen im Vorgänger für die Leunen genutzt für bessere Abwehr und natürlich Heil-Mahlzeiten und das wars dann aber auch schon. Finde das jetzt auch in Harry Potter eher als unnötiges Zubrot, wobei das dort zumindest etwas zum Worldbuilding beiträgt. Hier kocht man irgendwelchen Schickimicki-Frass, der irgendwelche Umami-Hipster bespielen soll.
    Ich bin ja auch kein Fan von Basenbau und dgl., aber Link ein eigenes Häuschen zu geben, war ganz nett. Nur hätte man das halt so sinnvoll erweitern sollen, dass man sich da auch eine richtige Waffenkammer und dgl. bauen kann. Denke das war da doch recht oberflächlich. Und hatte man erst mal alles, waren Rupees irgendwie absolut nutzlos in dem Spiel, sofern nicht für irgendwelche Minigames gebraucht.
    Der Abenteuer und Entdeckeraspekt sollte klar im Fokus stehen und mehr Klasse statt Masse. nach dem 10. gegnerischen Lager mit Schatzkiste wird es einfach nur noch langweilig, zumal die Inhalte ja auch nix waren, weswegen man ausflippen konnte.

    als Antwort auf: Switch 2, was wird es? #1761178
    ChrisKongChrisKong
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    Nintendo hat das ökonomische Prinzip, Qualität, nur so gut wie nötig, perfektioniert mit der Switch. Bin sicher, dass auch der Nachfolger keine Konsole werden wird, die subventioniert wird, sondern mit der Nintendo Gewinn macht.
    Nintendo macht allerdings mMn einen Fehler bei den IPs, der sich jetzt noch nicht, aber später rächen könnte. Da bewegt sich einfach zu wenig. Grosse neue Marken fehlen einfach. Je mehr man die Releaseslots mit den bekannten Marken füllt, desto wahrscheinlicher werden auch neue Sachen vielleicht eher untergehen. Von Nintendo selbst ist ja jedes Studio praktisch mit der Bewirtschaftung der etablierten Marken beschäftigt.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1760445
    ChrisKongChrisKong
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    Ich weiss ja nicht, was Leute nach dem Trailer erwartet haben? Ich seh da einen infantilen Vertreter des Animationsfilms, der in erster Linie die ganz jungen Fans ansprechen soll. Klar hätte man den Film auch anders positionieren können, was vielleicht sogar sinnvoll gewesen wäre. Ist ja wie bei Lego, die Hauptkundschaft sind da schon längstens Erwachsene.
    Ich werde mir den Film sicher als Bluray zulegen und dann eine Einordnung machen. Nicht das Hauptzielpublikum zu sein, heisst nicht, dass man unfair sein muss.
    Aber hey, man kanns auch von der sportlichen Seite sehen, endlich ist Sonic mal klar besser als Mario. 🙂

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1760439
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    Gut, lass die Schwachmaten Tickets lösen und Schweiger zum erfolgreichsten Deutschen machen. Aber warum kriegt der Fördergelder? Wenn er ja erfolgreich ist, hat ers ja nicht nötig. Das ist einfach nur noch absurd, wie damit Schindluder getrieben wird. Eine künstlerische Bankrott-Erklärung.

    Viel Spass bei Mario.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1760395
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    Von dem Kickstarterprojekt hab ich schon gehört. Allerdings wirkt das schon so ein bisschen wie Reunion abgehalfterter Actionstars von damals. Aber heute reicht ja Retro-Assoziation im Titel, um Leute über Gebühr zu triggern, siehe Manta zwoter Teil. Der soll ja wirklich Augenkrebs verursachende Scheisse sein, vom Gebührenzahler mitfinanziert und ist aktuell vor John Wick 4 in den deutschen Kino-Charts. Jemand muss diesen Schweiger filmisch endlich zum Schweigen bringen.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1759925
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    The Mandalorian Episode 4 Staffel 3

    Die bislang kürzeste Folge der Show. Ich bin ja bekanntermassen kein Fan davon, weil SW irgendwie nicht gemacht ist für das Pacing einer Simpsons-Folge. SW lebt wie auch Star Trek eben davon, dass man das Universum narrativ ausschmückt, Worldbuilding zu den zentralen Aspekten macht und eine Dramaturgie nachvollziehbar entwickelt. Und in zwei von diesen Punkten versagt die Staffel bislang regelmässig. Das macht so eine kurze Episode erst recht ärgerlich.
    Tatsächlich konzentriert sich die Folge mehr auf ein Abenteuer der Woche und ergänzt es noch mit einem Flashback von Grogu, das zumindest einen PT-Darsteller zurückbringt. Das ist meist alles nett anzusehen. Insbesondere wieder mal einen Jedi mit Skills zu sehen, hat mir durchaus Spass gemacht. Für Grogus Entwicklung ist dieser Flashback allerdings unerheblich und ich fürchte, dass gerade die Entwicklung bei Grogu generell stagniert. Schlussendlich weiss man nie so genau, was er jetzt überhaupt will und soll. Ob Favreau und Filoni schon eine Idee haben, wohin sie mit Grogu wollen oder was die Hintergründe sind? Ehrlich, ich zweifle dran. Nach 3 Staffeln sind wir fast so schlau wie zu Beginn. Er war im Jedi-Tempel und kam von dort weg. Gäbe es in den Köpfen von Favroni schon wesentlich mehr, warum dann nicht anteasen und die Folgen etwas gehaltvoller machen?
    Was diese Episode auch sehr gut aufzeigt, dass die Mandos immer ihren Helm tragen, ist eine dramaturgische Fehlkonstruktion. Für eine Legende ist das toll und geheimnisvoll, für eine Serie, die auch vom Acting lebt, ist es einfach ein Graus. Die meiste Zeit könnte man einfach ein Standin verwenden, wer würde es schon merken? Gibt Leute, die perfekt die Bewegungen anderer nachahmen können. Gerade bei der Entwicklung einer Figur wie Bo-Katan merkt man das deutlich. Wo bleiben da die Nuancen, damit ich als Zuschauer mir Gedanken darüber machen kann, warum Bo sich auf einmal so bereitweillig der CotW anschliesst? Für eine Animationsserie mag das ausreichend sein, für eine RL-Serie ist es das nicht.
    Nun sehen wir erstmal eine grössere Gruppe der Mandos. Das fand ich sogar positiv. Aber das Gefühl hält leider nicht sehr lang an. Denn wie die Mandos sich verhalten, macht es schwierig, sie für voll zu nehmen. Vielleicht erinnert sich noch wer an Waynes World, wenn Wayne kurz innehält und zu Garth sagt, er wollte schon immer mal eine Tür zu einem Raum öffnen, in dem Leute wie in den James Bond Filmen ausgebildet werden. Tja, und Favroni und Weathers tun genau das. Und während das eine eine Comedy/Parodie ist, so soll mir vermittelt werden, dass die Mandos so ihre Skills aufrechterhalten. Ahhja, sinnlos ins Wasser schiessen, Nahkuscheltraining etc. Es sieht cheap aus und ist es auch. Den Begriff Cosplay hab ich in Bezug auf die Folge auch schon ein paar Mal gelesen und soweit würde ich nicht mal gehen. Die Effekte reissen da schon einiges wieder raus.
    Das grosse Grübeln setzt am Ende der Folge ein. Wozu hat es hier zwei Autoren gebraucht? Weil Coruscant als Schauplatz drin vorkam? Ich mein, was erfahren wir konkret? Dass Grogu gerettet wurde? Ja, sonst wär er ja nicht da, wo er ist. Inhaltlich ist das halt einfach so dünn und wieder die Frage, warum zeigt man uns nicht auch andere Vorkommnisse, wieso teast man nicht Sachen aus anderen Blickwinkeln an? Lucasfilm hat einfach ein Autoren-Problem.
    Aber wie gesagt, ich hatte Spass mit dem Flashback, wenn JarJar auch hätte drin vorkommen sollen, war er ja mutmasslich auf Coruscant zu dieser Zeit. Vielleicht eine kurze Szene, wo Best als Jedi sich in einer Bar versteckt, in der ein trauriger JarJar rumhängt. Vielleicht ein Dialog, wo Kelleran JarJar aufmuntert und tröstende Worte parat hat. Das wäre zwar absolut meta, aber ich hätte es abgefeiert. So gab man Best halt die eine Rolle, um ein bisschen cooler Jedi zu spielen.
    Der Mando-Part ist da deutlich diskutabler. Von diesem Trainingspart, den Weathers aus den 80ern importiert hat, mal abgesehen, scheinen die Mandos zu lange in der Sonne verweilt zu haben. Nun werden sie schon zum zweiten Mal angegriffen von einer tödlichen Kreatur. Von dieser haben sie ja schon vorher gewusst, da in einer Szene von mehreren Entführten gesprochen wird. Im Nest sehen wir ja einen weiteren Mando-Helm. Äh, wie wäre es mal, wenn ihr den Planeten wechselt? Oder Überwachungstechnik einsetzt mit Annäherungsdetektoren? Ihr Mandos seid ja keine naturalistisch veranlagte Gruppe, die auf Technik verzichtet wie die Amish.
    Unterm Strich werden die Mandos also komplett unfähig verkauft. Das geht für mich einfach nicht auf. Aber this is the way.
    Lucasfilm hat da einfach ein Problem und Favreau ist nicht die Lösung. Die grobe Leitlinie mag er ja vorgeben, aber ausgestalten kann er sie nicht wirklich. Und Filoni ist dramaturgisch stark in Animationsserien verwurzelt und das korrespondiert nicht so richtig mit RL-Serien. Vielleicht steht ihm da aber auch Favreau im Weg. Ich seh nur einfach das Resultat und das heisst, dass es zum Teil eher Rückschritte gab in narrativer Hinsicht, bezüglich des Pacings und der Dramaturgie.
    So bleibt halt meine Freude auch ein wenig beschränkt auf die Action, von der es ja reichlich gibt. Die Charaktere sind mir auch sympathisch. Wäre einfach toll, wenn man sich in den anderen Punkten verbessern würde und mehr Nachvollziehbarkeit und Aufbau liefert. Solche Sachen wie mit Dr. Pershing sollten die Regel und nicht die Ausrutscher sein.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1759632
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    Pig

    Nach Piggy der nächste schweinische Film. Nicht ganz. Obwohl ich meine, auch schon Promos zu dem Film gesehen zu haben, die einen Oink und Revenge Thriller bewerben, muss man sagen, dieses Mal ist der Klappentext der Bluray inhaltlich durchaus korrekt. Aber, dafür sollte man ihn lieber nicht lesen, wenn man sich überraschen lassen will.
    Die Geschichte dreht sich um den Einsiedler Rob, der vom Tausch seiner Trüffel lebt. Mit seinem Trüffelschwein begibt er sich jeweils auf die Suche, ansonsten lebt er ziemlich in den Tag hinein. Als er überfallen und sein Schwein entführt wird, muss Rob sich überwinden und wird wieder mit der Zivilisation konfrontiert.
    Der Film ist oft geprägt von einer stillen, traurigen Stimmung, die eine ähnliche Melancholie wie z.B. Maggie (mit Schwarzenegger) verströmt. Narrativ begeben wir uns auf eine Reise mit Rob, deren Entwicklungen sich aus unterschiedlichen Faktoren ergeben. Mal Zufall, mal Absicht. Wohin der Weg führt, ist nicht immer ersichtlich. Das erinnert ein wenig an Blue Velvet von David Lynch oder sein späteres Werk the Straight Story. History of Violence ist ein weiterer Film, dessen Start gewaltvoll eine Ereigniskette in Gang setzt, die nach und nach die Hauptfigur entschlüsselt. Hier wird der Thrill allerdings deutlich runtergefahren. Der Charakter von Rob allein sorgt schon für Entschleunigung. Vielleicht mag der eine oder andere Zuschauer überrascht sein, mit welcher Zurückhaltung hier Nicolas Cage agiert, aber die erinnern sich vielleicht auch mehr an sein Overacting, als es das wirklich gebieten würde. Denn tatsächlich spielt Cage immer wieder mal Rollen, die nicht aus jeder Pore vor Nervosität triefen. Sein Co-Cast ist da eher anfällig für genanntes Overacting. Wobei eine gewisse Impulsivität sogar nötig ist, um die Dynamik zwischen den Charakteren in Gang zu bringen. So wird Rob von seinem Trüffelkäufer durch die Gegend kutschiert, um sein Schwein und dessen Entführer zu finden. Bald wird aus dem Sidekick aber deutlich mehr.
    So ungewöhnlich das inhaltlich anmuten mag, so unaufgeregt wurde es in Szene gesetzt. Wer also Cage wieder mal in einer eher ruhigeren Rolle erleben möchte und mit dem gemächlichen Tempo kein Problem hat, sollte mal einen Blick riskieren. Aus Cages jüngerem Werk sicher einer der besseren Filme.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1759595
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    Candyman

    Für die neueste Inkarnation des Candyman wurde fleissig mit Jordan Peele geworben, der zuletzt mit Nope sein Können weiter unter Beweis gestellt hatte. Und so verwundert es auch nicht, dass seine Handschrift – er war am Screenplay beteiligt – deutlich spürbar ist. Dabei geht es hier weniger um den Candyman als urbanen Mythos, denn um seine Symbolik und die Identität der schwarzen Gemeinde Amerikas an sich. Wir folgen hier keiner Journalistin, die sich auf die Suche nach dem Mythos begibt, wie seinerzeit im Original, sondern einem jungen, afroamerikanischen Künstler (Yahia Abdul-Mateen), der auf der Suche nach Motiven für seine Kunst, auf den Candyman stösst. Als dann buchstäblich die Kunst zum Leben erweckt wird, beginnt eine Gewaltspirale zu drehen, die unweigerlich in den Abgrund führt. Im Grunde ist das ein klassischer Faust-Pakt, bei dem der Preis für Unsterblichkeit eine grausame Kehrseite der Medaille offenbart.
    Dass man sich an Stereotypen der Kunst abarbeitet, ist eine wohltuende Abwechslung zur üblichen Teenie-Schlachtplatte. Einige Punkte ähneln dabei der neuen Halloween-Reihe, die im Kern auch versucht hat, gesellschaftliche Fragen in ihrem Mythos zu brechen. Im Gegensatz zu dieser Reihe, gelingt das bei Candyman tatsächlich. Die Fragen werden dabei nicht offensichtlich beantwortet, sondern dem Zuschauer wird zugemutet, diese für sich selbst zufriedenstellend zu beantworten. Und das ist, was ich an dem Film mochte. Themen, die behandelt werden, beschäftigen auch lange nach der Ansicht des Filmes und ähnlich wie bei Peeles Regie-Arbeiten, macht das Sinnieren darüber auch Spass.
    Sinnbildlich könnte man den Candyman als Urangst des weissen Menschen vor seinem schwarzen Mitbürger verstehen. Dieses diffuse Gefühl, das über Legenden und Mythen genährt wird und mit der Realität nur wenig zu tun hat. Aber die Aufrechterhaltung des Mythos hat für beiderlei Seiten Vor- und Nachteile.
    Dabei verfolgen wir, wie der junge Künstler allmählich den Versuchungen erliegt und sich selber in den Mythos hineintransformiert. Gemäss dem Zitat, wenn du zulange in den Abgrund schaust, schaut der Abgrund irgendwann in dich hinein.
    Was das Original etwas besser machte, mMn, war die beklemmende Atmosphäre. Wohl auch hauptsächlich, weil Virginia Madsen – sie hat in der Neuauflage einen speziellen Auftritt – hilfloser und verzweifelter wirkte. Aber das gesamte Sounddesign inkl. des Scores ist absolut gelungen. Mir fällt da aktuell nur It Follows ein, der da noch mehr rausgeholt hat.
    Dem Film mangelt es aber nicht an verstörender Gewalt. Die Erzählung der Legenden findet als eine Art Scherenschnitt-Cartoon statt, was ich ebenfalls sehr gut umgesetzt und originell fand.
    Die Themenpalette, die man in dem Film hat, ist breit gefächert. Rassismus wird uns nicht nur im Offensichtlichen gezeigt, z.B. wird hier auch angesprochen, wie er Teil der Stadtplanung werden kann. Kurzum inhaltlich setzt er frische Akzente im Horrorgenre und fühlt sich diesem trotzdem zugehörig, was zu einer ausgewogenen Mischung führt. Er vereint Elemente aus den Ring-Filmen, die Fliege und natürlich dem Original, findet aber seine eigene Linie ohne wie ein Derivat von Versatzstücken zu wirken.
    Eine angenehm unangenehme Überraschung würd ich meinen.

    ChrisKongChrisKong
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    Star Wars in Concert – Return of the Jedi

    Ich war schon in ANH und hab dann leider TESB verpasst. ROTJ ist seit der Kindheit, als ich den das erste Mal gesehen habe, mein Favorit in der OT. Damals mit einem Nordmende-Videorecorder aufgenommen, als er auf SAT 1 zum ersten Mal im deutschen Free-TV lief. In einer nicht wirklich guten Qualität, aber das war damals noch nicht so eminent. Auf jeden Fall lief der Film nonstop in der Mittagspause von der Schule.
    Nach dieser Zeit schaute ich den Film regelmässig aber doch in etwas anderen Intervallen. Der nächste wirkliche Meilenstein war für mich der DVD-Release, auf den ich wirklich hingefiebert hatte. Da gabs dann einerseits die Box mit allen 3 Filmen und später noch die Limited Editions, wo die Filme im Original mit dabei waren. Die bearbeitete Version von Lucas, wie sie auch bei den aktuellen Versionen auf Scheibe ist, hab ich gar nicht so oft gesehen. Insofern war ich schon gespannt, wie der Film nach all den Jahren wirken würde. Ist der Zauber noch in gleichem Masse da, was funktioniert, was nicht und warum?

    Erster Eindruck als wir im Kunst und Kongress Haus Luzern waren, wo das Konzert stattfand, der Laden war rappelvoll. Die ganzen Cosplayer waren auch schon fleissig damit beschäftigt, für Selfies zu posieren oder mit den Gästen zu interagieren. Ein Jawa rannte immer wieder durch die Menge und gab typische Laute wie Mutiny von sich. Was für ein sehr gutes Gefühl sorgte, wie breit nach wie vor SW bei den Fans abgestützt ist. Von Alt bis Jung war wirklich alles vertreten. Ich war sogar überrascht, wie viele jüngere Pärchen es hatte, die mitnichten mit der OT aufgewachsen sind. Sicher waren auch Leute dabei, die nur wegen Williams Musik kamen. Die Stimmung war genau auf dem richtigen Level. Aber das fand ich war auch bei meinen sämtlichen SW-Kino-Erfahrungen schon so. Egal wie zufrieden man mit dem Resultat war, die Begeisterung war spürbar. Und das nach ca. 46 Jahren, seit das Franchise lanciert wurde, das ist schon eine Hausmarke.

    Interessant war der Start, der Einleitungstext war auf Deutsch, was mich gleich etwas verwirrte, weil ANH im Original mit Untertiteln lief. Nach dem Intro war aber schnell Klarheit geschaffen, auch RotJ lief im Original mit Untertiteln. Wer den Film gar nicht kennt, dürfte an ein paar Stellen sogar froh gewesen sein, denn es kam doch ein paar Mal vor, wo die Orchestermusik die Dialoge deutlich übertönte und man nichts verstand. Für mich war das natürlich nicht so gravierend. Die Präzision, mit der das Orchester spielte war wirklich schon beängstigend. Es musste ja alles zu den Bildern passen. Einen Wermutstropfen gabs, den ich aber schon erwartet hatte. Was zu exotisch klang – Jabbas Palast-Musik, die Musik im Gleiter, das Jedi-Rocks-Lied – wurde per Filmtonspur abgespielt. Das hatte mich damals schon bei der Cantina-Szene in ANH gewurmt. Zumal das sicher machbar gewesen wäre.
    Bei zwei drei Stellen war ich mir auch nicht ganz sicher, ob da irgendwie Musik fehlt oder nicht. Aber das kann auch einfach daran liegen, dass ich mich da falsch erinnere.
    Am Ende gabs noch eine kleine Zugabe des Orchesters. Für die Leistung kann man wirklich nur Bestnoten vergeben. Allerdings muss ich auch sagen, dass das bei den Ticketpreisen auch zu fordern ist. Wir hatten je Person 109.- bezahlt. Ein Vergleich mit den Konzerten in Deutschland zeigt schon, dass wir in der Schweiz da etwas mehr abgekocht werden.

    Und die Magie? Ja, die entfaltete sich in diversen Momenten und Stellen. Der Humor hat immer noch ein tolles Timing und das Publikum hat oft gelacht. Leider stellte ich für mich fest, dass mich die ganzen CGI-Zusätze immer wieder regelrecht aus dem Film gerissen haben und sich so überhaupt nicht organisch einfügen wollten. Zumal es auch einfach unpassend war, mal hier mal dort ein ausserirdisches Vieh vor einer spannenden Szene einfach durchs Bild laufen zu lassen. Fast alles wirkt wie unnötig an den Film drangeklatscht und Jedi-Rocks ist, ich sags nur ungern, war die schlimmste Stelle. Ich glaube bei meinem Bluray-Rewatch hatte mich all das noch weniger stört. Da ziehe ich das Original wohl deutlich vor. Interessanterweise hat man ab dem Endor-Part das massiv zurückgefahren. Das Ende ist da natürlich dann wieder diskutabel. Das Nooo hat mich nicht ganz so hart gestört wie in der deutschen Synchro. Dafür ist mir aufgefallen, wie ich einige Stellen im Original deutlich cheesier fand als in der deutschen Synchro. Z.B. wenn Vader die Wahrheit über Lukes Schwester erfährt oder einige Aussagen vom Imperator. Da muss ich der deutschen Synchro doch ein Kränzchen winden. Auch wie nahe man damals stimmlich gecastet hat.
    Die Bildqualität fand ich max. zufriedenstellend. Da merkt man, dass das Konzerthaus nicht auf Kinofilme ausgelegt ist vom Equipment. Zum Teil war mir das einfach zu unscharf. Ein paar der Masken haben auch über die Zeit ein wenig Federn gelassen. Dafür sind die Sets und Modelle nach wie vor ein Traum. Ich will gar nicht wissen, wie geflasht man seinerzeit gewesen sein muss, als man nicht jeden Monat einen mit CGI vollgepackten Film im Kino hatte. Die Choreografie ist stellenweise auch nicht so gut gealtert, wird aber von Williams grossartiger Musik praktisch getragen. Bei der Szene mit Leia und Jabba musste ich unweigerlich an Harvey Weinstein denken und wie Jabba den praktisch vorweggenommen hat. Leia sollte als Galeonsfigur der Metoo-Bewegung patentiert werden. Übergriffiger Chef? Es wird Zeit für die Kette!
    Der Rancor bewegt sich so ungelenk, dass ich mich fragte, wie er überhaupt Luke in die Finger kriegen konnte. Generell kann man auch hinterfragen, warum er das Lichtschwert bei R2 lässt? Für den Überraschungseffekt? Immerhin kommt er ja sowieso einfach unangekündigt in den Palast und setzt seine Machtfähigkeiten ein. Und Waffenkontrolle scheint es in Jabbas Palast sowieso keine zu geben, Stichwort Thermaldetonator. Natürlich wimmelt es im Film vor diesen Szenen, die bei näherer Betrachtung diskutabel sind. Die Fallen der Ewoks beispw. sind fast schon zu gut für AT-STs ausgelegt. Aber der Spass überwiegt nach wie vor. Besonders C3POs Sprüche zeigen, wie man Humor idealerweise in SW umsetzen sollte. Wirkte nie deplatziert oder so, dass es einen herausgerissen hätte.
    Der Sarlaac ist auch eins der Dinge, wo ich das Original besser fand, einfach weil dieses mit Zähnen bewehrte Loch unheimlich wirkte, die Piranhapflanze aus Supermariobros eher nicht. Sicher Geschmackssache, aber wie gesagt, mich haben diese ganzen “Einbauten” weniger überzeugt. Optimierungen sind ja dann eine andere Geschichte.
    Its a Trap wurde vom Orchester übrigens auch ein wenig übertönt.
    Und während ein paar Dinge deutlich gealtert sind, ist die Musik zeitlos geblieben. Auch wenn das in Williams Schaffen schwer zu sagen ist, aber SW ist und bleibt sein wichtigster Beitrag zur Filmgeschichte, zumindest für mich. Da würde ich mich klar festlegen.

    Die ST wird auch in Concert gehen. Von der PT hätte ich bislang nichts gehört. Für die ST lagen schon Programme aus. Sollte ich noch die Gelegenheit haben, TESB nachzuholen, werde ich das vermutlich machen. Denn die ganze Stimmung und das Drumherum ist einfach zu gut, um es zu ignorieren.
    Was mich reizen würde, wäre Indy in Concert. Und so wenig ich von Ford als Actionstar in dem Alter überzeugt bin, so könnte ich allein beim Anklingen des Soundtracks schon schwach werden. Immerhin wird Williams auch nicht mehr ewig an Filmscores arbeiten.

    als Antwort auf: R.I.P. #1759593
    ChrisKongChrisKong
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    Schade war Resident Evil eine seiner letzten Arbeiten. Wenigstens sah man dort noch einmal, dass er ein guter Darsteller war, wenn das auch dort verschwendet gewesen ist.

    Bei den Synchronsprechern sind wir langsam auch an einem Punkt angelangt, wo immer mehr populäre Stimmen im Deutschen verschwinden, die eine ganze Ära geprägt haben.

    als Antwort auf: PlayStation 5 Talk #1759348
    ChrisKongChrisKong
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    An eine Pro glaub ich auch nicht, wirtschaftlich unsinnig. PSVR2 verkauft sich auch nicht wie geschnitten Brot, heisst Premiumprodukte kann aktuell allein Lego verkaufen als wärens warme Semmeln.
    Um den Kommentar etwas glutenfreier zu gestalten, wie einige schon angemerkt haben, solange man sogar noch ne PS4 bedient, was wegen der grossen Basis Sinn macht, müsste man eine Pro schon recht teuer anbieten, weil subventionieren wäre bei kleinerem Absatz wenig sinnvoll, da man dort dann nicht das grosse Geld mit der Software wieder reinholt. Diese müsste dann vermutlich auch, um von der Power profitieren zu können, einen entsprechenden Entwicklungsprozess durchlaufen. Unterm Strich, viel Kosten, wenig Ertrag. Wenn der Leidensdruck gross genug ist, dann wird die nächste Gen kommen. Aber aktuell siehts nicht danach aus. Sony fährt sein Programm und sabotiert ein wenig den Activision-Deal, während MS Mühe hat, exklusive Software als Systemseller bereitzustellen. Der lachende Dritte bleibt aktuell noch Nintendo.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1759145
    ChrisKongChrisKong
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    Kommt davon, wenn man keinen Rewatch macht und zu viel anderes Zeug dazwischen schaut.
    Dass es hier Richtung Palpatine-Klon/Snoke gehen soll, ist sonnenklar. Aber das Ende wirft tatsächlich Rätsel auf. Wenn es um die Skills des Wissenschaftlers geht, warum ihn dann Grillieren? Wenn es um die Geräte geht, wozu den Wissenschaftler rekrutieren?
    Mal abwarten, was der Rest so bringt. Vielleicht sind wir dann schlauer – oder auch nicht.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1759142
    ChrisKongChrisKong
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    The Mandalorian Staffel 3 Episode 3

    Erster Gedanke zur neuesten Episode, da hat jemand Andor geschaut. Aufbau einer parallelen Handlung ganz ohne Fokus auf die Hauptfigur. Coruscant wird zum Hauptdarsteller und verströmt deutliche PT-Vibes. Dazu trägt auch die Musik bei. In einer Szene erklingt die Opern-Musik aus Episode 3. Spätestens da sollte klar sein, dass die eine Figur nichts Gutes im Schilde führt. Der ganze Storypart mit dem Wissenschaftler ist recht unaufgeregt gestaltet. Man weidet sich förmlich in der Opulenz der Sets und den Effekten. Der richtige Titel für die Episode wäre The Mandalorian Worldbuilding gewesen. Dass man das Tempo rausnimmt, war genau, was ich mir gewünscht hatte. This is the way würde ich sagen. Die Befürchtungen, dass der Payoff gering ausfallen könnte, sind für mich damit noch nicht vom Tisch. Da warte ich lieber die weiteren Entwicklungen ab.
    Wo das Geld bei SW hingeht, sieht man hier wieder par excellence. Also viel mehr kann man da nicht verlangen. Die Details sind grossartig und laden dazu ein, die Folge mit der Pausier-Taste im Anschlag zu schauen.
    Die Idee mit dem Amnestie-Programm ist sinnig integriert. Einzig warum man die ehemaligen Imperiums-Mitarbeiter mit Uniformen und Signeten exponiert, wirkt nicht grad schlüssig, es sei denn man möchte Assoziationen mit dem Juden-Stern wecken und die Brandmarkung negativ konnotieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ex-Imperiale so gern gesehen sind bei gewissen Bevölkerungsteilen und als Teilnehmer eines solchen Programms wäre man ja die ideale Zielscheibe.
    Die neuen Figuren ein wenig so eingeführt, als wären sie schon bekannt. Vielleicht kann ich mich nicht mehr erinnern oder habe was verpasst. Auf jeden Fall hat man hier richtig investiert. Man merkt natürlich schnell, worauf es hinauslaufen wird, aber der eine Twist war doch sehr nett umgesetzt.
    Humor hält sich in Grenzen. Der Its a trap Gag kam mit Ansage. Man könnte hier sogar noch ein wenig Meta gehen, sehen wir hier doch allerhand Aliens und Kreaturen, Droiden usw. Genau, was bei Andor für ein wenig Kritik gesorgt hat. Auch hier hat man geklotzt und nicht gekleckert. Ist mit einem Augenzwinkern notiert.
    Dass die Flüssigkeit, die die Schmiedin bei sich führt und das Badewasser vom Mando identisch sind, hatte ich schon vermutet. Von daher ergab es sich, dass er eine Probe davon als Beweis mitgenommen hat. Damit ist zumindest dieser Konflikt zufriedenstellend aufgelöst.
    Die Medaille hat aber eine Kehrseite. Denn eins kommt hier ganz klar zu kurz, Bo-Katan. Erst hilft sie dem Mando, ist aber immer noch nicht überzeugt. Dann versucht sie herauszufinden, ob der Mando wohl einen Mythosaurier gesehen hat. Beim Rückflug wird ihr Zuhause dem Erdboden gleichgemacht. Dass man kein Mutterschiff sieht, von wo die ganzen Ties gestartet sind, hat mich nicht weiter gestört. Aber dass nach diesem traumatischen Erlebnis Bo bei den CotW sich quasi im Automodus rehabilitiert, weil sie auf Mandalore war, ihren Helm seither nicht abgenommen hat und Schwimmen war mit Din, funktioniert für mich allzu gefällig. Dass die Gruppe ihre neue Heimat wird, finde ich nicht verkehrt, aber wie das passiert, so Hals über Kopf, ist einfach faul erzählt. Die Schmiedin sagt, es ist so, dann ist es so. Darum verliert dieser Teil der Episode deutlich gegen den mit dem Wissenschaftler. Dort räumt man den Figuren genau diese Zeit ein, zeigt ihre Zweifel und die Hintergründe, warum sie so handeln, wie sie es tun. Bislang ist der Handlungsbogen um Bo-Katan punkto Schlüssigkeit für mich die Schwachstelle der Serie. Sie hätte einfach mehr Screentime verdient und nicht diese Hauruck-Entwicklung.
    Trotzdem bin ich mit dieser Episode deutlich zufriedener als mit der vorhergehenden. Die Verbesserungen sind erkennbar. Das gibt ein gutes Fundament, auf das man bauen kann.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1759141
    ChrisKongChrisKong
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    The Mandalorian Staffel 3 Episode 2

    Ich kann mich da den positiven Stimmen nicht wirklich anschliessen. So atmosphärisch dicht das auch war und schöne Shots mit der passenden Musik dazu beinhaltete, auf der narrativen Ebene kommts mir einmal mehr so vor, als würden wir hingehalten und die Geschichte um den Mando führt an keinen wirklichen Punkt.
    Wo bleibt die Auseinandersetzung mit Bo? Zu bereitwillig ist sie zur Stelle und das Darksaber scheint sie auch irgendwie nicht zu interessieren. Währendessen der Mando keine wirklich gute Figur abgibt. Es wirkt eher so, als wüsste er selbst nicht so recht, was genau seine Ziele sind. Der ganze Droidenpart ist zudem reichlich aufgesetzt, wenn der Mando die Mienen ja dann doch einfach erkundet. Eine nette Zwischenstation, damit wir Peli Motto wiedersehen, aber das wars dann auch schon.
    Ich fand die erste Episode klar besser. Die Konflikte mögen auch dort rangetragen sein, aber hier fehlt es mir doch an einer Erklärung, was dieses Alien dort unten genau sucht, was es mit diesen Steinzeit-Mandalorianern auf sich hat, die scheinbar alle diesen verheerenden Angriff überlebt haben. Dass die mit dem Raumschiff dort angereist sind, glaube ich eher weniger. Da der Mando mit einem drittklassigen Droiden den Planeten erforscht, stellt sich unweigerlich die Frage, warum die Mandalorianer-Gruppe nicht selbst einen Versuch unternommen hat? Was hätten sie zu verlieren? Ihr Kodex würde sie kaum dran hindern. Es sind einfach diese ganzen Plot-Parts, die ein Ticken zu konstruiert sind und sich nicht organisch ins Gesamtbild fügen wollen. Das sollte doch machbar sein. Ich erwarte ja nicht ein hochkomplexes Bild mandalorianischer Kultur, aber gerade die unterschiedlichen Positionen werden mMn zu wenig verhandelt. Dabei steckt genau darin ja das grösste Potenzial in der Geschichte.
    Warten wir mal ab, was sich da noch entwickelt, aber an der Erzählstruktur sollte sich dringend was ändern, sonst geht irgendwann die Plausibilität vollends flöten. Und von der Mainshow auf D+ erwarte ich einfach etwas mehr. Das Drumherum stimmt ja und gibt keinerlei Anlass zur Kritik. Jetzt sollte die Erzählung einfach noch Schritt halten können.

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