captain carot
Verfasste Forenbeiträge
-
AutorBeiträge
-
captain carotTeilnehmerAus der Kategorie weird 80s tech.
VHD war ein Videodisc Format, das es nie in den Westen geschafft hat, obwohl es kurz vor der Einführung stand. Anders als CD oder Laserdisc tastet eine Diamantnadwl hier kapazitive Werte ab und die Discs stecken in einem Caddy. So weit, so uninteressant für Spieler. In Japan war das Format aber nicht nur einigermaßen beliebt, per Adapter konnte man VHD Player auch mit MSX oder X1 verbinden und FMV Spiele daddeln. Die Bildquali ist zwar deutlich unter Laserdisc aber irgendwie finde ich das besser als VideoCD.
Klar, der spielerische Gehalt wird ziemlich dünn sein, aber alleine weil die entsprechenden Titel ganz anderen Style haben als westliche FMV Spiele find ich zumindest die wenigen Youtube Videos interessant.
captain carotTeilnehmerNur noch mal kurz zu Wipeout:
Der 2097 Port kam 1999 und brauchte einen PowerPC Amiga. Auf 680×0 läuft das nicht. Mittlerweile gibt es auch ein 68K Wipeout aber das will richtig schnelle 680x0er und einen passenden 3D Beschleuniger.Was den damaligen Abstieg der Heimcomputer angeht, es sind halt viele Punkte. Die PlayStation spielte da schon keine Rolle mehr. Bei Release eben jener war die Freundin im Mainstream längst tot. Ist jetzt auch nicht so als ob die Escom Amigas berauschend gelaufen wären.
Der Siegeszug des IBM-Kompatiblen und dann Windows Rechners darf da nicht unterschätzt werden. Im Profi Segment hat das Amiga und ST sehr schnell in Nischen verbannt. Beim ST halt DTP und Musik, wo der PC dann aber ab 1990 auch mehr und mehr konkurrenzfähig und dann besser wurde.
Beim Amiga Videobearbeitung und Video Overlays, da dauerte es tatsächlich etwas länger aber dank Leistungsexplosion und Spezialkarten war auch da irgendwann der Zug abgefahren.Weil PCs nach und nach allgemeiner Businessstandard wurden kamen sie nach und nach auch mehr ins heimische Umfeld. Man darf da auch nicht vergessen, dass selbst Apple damals in Schieflage kam und Steve Jobs‘ Next Computers trotz High End Hardware baden ging.
Die Leistungsexplosion damals ließ den PC in vielen Bereichen davon ziehen. Konsolen waren wiederum günstiger in der Anschaffung und unterm Strich besser bei 2D.
Was die Publisher Seite angeht, die zogen sich nach und nach wegen sinkender Verkäufe zurück und nicht umgekehrt. Viele Euro Publisher waren aber auch viel kleiner und in der Produktion günstiger als die amerikanischen und japanischen Gegenstücke.
Street Fighter 2 wurde für US Gold, einen UK Publisher, von einer typischen kleinen Klitsche entwickelt. Und ist da auch nur ein Beispiel von vielen.
Bei der Commodore Pleite waren die Hardware Verkäufe in Wahrheit schon ziemlich schlecht. Der Markt war längst weiter gewandert, die meisten Entwickler und Publisher, die noch auf der Freundin unterwegs waren fuhren längst mehrgleisig.
Natürlich war es im Gesamten eine fließende Entwicklung und das auch über mehrere Jahre. Aber in den seltenen Fällen wo es dann auch mal Zahlen gibt wird dann klar, dass es etwa für Lucas Arts ab einem gewissen Punkt immer weniger lohnte, auf Amiga zu portieren, weil die Verkäufe auch in Europa immer weiter nachließen.
captain carotTeilnehmer3D war selbst im besten Fall ab einem gewissen Punkt eine Schwachstelle. Bei reiner Polygongrafik muss der Amiga AFAIR einen Umweg beim Rendern nehmen und dazu kommt dann noch die Frage der FPU. Allerdings lief sowas wie Wolfenstein auf 386 SX auch beschissen und Doom wollte im Vollbild ebenfalls einen schnellen 486er, spätestens dann, wenn viel los war.
Gibt ein paar alte FPS für den 500er. Citadel/Cytadela etwa. Oder als kleinen Vs. Titel Trick or Treat.
Auf einem großen 4000er laufen die Raycaster Sachen übrigens sehr gut. Blöderweise war das meiste eher auf den viel verbreitetern 1200er ausgelegt.
Zum Niedergang von Amiga und ST hat vieles beigetragen. Ein schlichter Punkt war, dass MS DOS im Business Bereich Standard war und Windows spätestens mit 3.1 alles einfacher machte.
Ein anderer, dass man schlicht gepennt hat und neue Modelle gar nicht oder viel zu spät kamen. Dann noch Kompatibilitätsprobleme und all sowas.
Die AGA Amigas kamen zum Beispiel 1992, Jahre nach VGA Karten und im Fall des 1200 mit einem sieben Jahre alten, beschnittenen Prozessors. Obendrein mit veraltem Vierkanalsound und natürlich ohne Festplatte. Günstig war er anfangs auch nicht.
Atari war eher noch schlimmer. Der ST war MIDI-fähig und obendrein bestens für DTP geeignet. Aber trotz fleißiger Entwicklungsabteilung kamen neue Modelle oft gar nicht oder extrem verspätet auf den Markt.
CD in den Heimcomputern vernachlässigten gleich beide Hersteller.
Auf dem PC glänzten Wing Commander oder Commanche, Ultima 7, Indy 4 und diverse Wirtschsftssims ganz ohne Diskettenwechsel und endlose Ladezeiten, Rebel Assault und andere Titel machten Eindruck von CD ROM und klar, die Boomer Shooter kamen dann auch noch dazu.
Wir hatten übrigens erst ab Frühjahr 1994 einen Familien-PC mit 486DX50, 14“ Monitor und 210MB Festplatte. CD-ROM und Soundkarte hab ich dann für stolze 300DM dazu gekauft. Verglichen mit der Freundin fühlte sich DOS wie die Steinzeit an aber Windows fraß bei vielen Spielen zu viele Systemeessourcen. Allerdings hatte die Kiste aus damaliger Sicht Power. Zwei Jahre später war sie allerdings hoffnungslos veraltet.
captain carotTeilnehmerThe Marvels
tldr: besser als erwartet und ich verstehe in dem Fall nicht ganz, warum der dermaßen weit unten rangiert.
Fangen wir mal mit dem Negativen an. Da wäre die blass bleibende Schurkin, deren Motivation mit dem Background nun sehr viel mehr hergegeben hätte. Und der Film wechselt seinen Tonfall manchmal zu plötzlich.
Positiv: da wäre erstmal das Dreigestirn, das sich natürlich erstmal einpendeln muss, aber die Chemie stimmt hier einfach. Das ganze Pacing ist auch wesentlich besser, Actionszenen bekommen dank des Wechselchaos mal wieder eine neue Komponente. Und so ganz nebenbei ist The Marvels zur Abwechslung nicht unnötig lang, abzuüglich 12 Minuten Abspann bleiben etwa 95 Minuten Film ohne viel unnötigen Füllstoff.
Wenn ich ein paar Phase 4 Schlaftabletten und insbesondere Thor 4 sowie Quantumania Revue passieren lasse, dann ist The Marvels unterhaltsamer und in vielen Punkten einfach besser als die letzten paar Kinofilme. Von der Hochphase ist er sicher ein gutes Stück entfernt. Ich hab jedenfalls stark das Gefühl, dass The Marvels den Backlash eher wegen Übersättigung und schlechten Filmen davor abbekommen hat.
captain carotTeilnehmerAch schade, schon der erste Feuerlöscher. Dabei macht es so viel Spaß, das Haus brennen zu sehen. ^_^
captain carotTeilnehmerFortress of Fear. Hab das glaube ich nie sehr weit gespielt, während ich Super Ghouls & Ghosts damals durchgezogen hab und damals auch gar nicht so schwer fand. Heute nerven mich auswendig lern Passagen bei vielen alten Spielen einfach extrem. Und ja, da gehört auch die Gegnerflut so einiger Shmups zu.
captain carotTeilnehmerIch denke, gerade Zelda hat der Hardware auch noch mal einen Push gegeben den wir so nicht noch mal sehen werden. Für ein siebtes Jahr ist die Switch extrem stark gewesen. Gleichzeitig merkt man aber natürlich, dass es bergab geht.
Ich bin ernsthaft gespannt, ob die Kiste es noch schafft, die 150 Millionen Marke zu knacken.
1. Februar 2024 um 16:55 als Antwort auf: Was habt ihr euch als letztes abseits von Spielen gekauft? #1778069
captain carotTeilnehmerDen Lego BD-1, leider schon fertig damit aber tatsächlich schönes Ding.
Neue Ohr- und Kopfpolster bei Beyerdynamic. Ich bin immer wieder froh, dass die ganze Ersatzteil Versorgung da ziemlich gut ist. Selbst für so manche Modelle, die es schon sehr lange nicht mehr gibt.
captain carotTeilnehmerInteressant ist TR schon allein weil es technisch (für die Zeit) schon ziemlich anspruchsvoll ist. Wenn das geht dann funktioniert auch anderes.
Übermäßig viel erwarte ich zwar nicht, weil die Plattform nicht wirklich viele interessiert und viele Sachen im Gegensatz zu Open Lara nicht quelloffen sind. Aber unter anderem ist ja auch ein deutlich verbesserter Doom Port in der Mache, so dass man mittlerweile schon sehen kann was die Hardware gekonnt hätte. Vielleicht bringen die nächsten Jahre ja noch mehr.
captain carotTeilnehmerTR ist quasi nicht optimiert. Schon alleine deswegen finde ich relativ beeindruckend, dass die Framerates nicht noch niedriger sind.
captain carotTeilnehmerBin jetzt über die Arbeit für lau an ein fast neuwertiges Gamepad gekommen. Weil die Dchutzfolie noch drauf war ist das Display auch noch ohne Kratzer. Schon alleine deshalb praktisch, weil Gamepads im guten Zustand mittlerweile anziehen und in ein paar Jahren ziemlich teuer sein könnten. Nur schade, dass man immer bloß eines mit der U verbinden kann, wohl primär weil der Videostream nur ein Mal wiedergegeben werden kann.
captain carotTeilnehmerBisher hab ich für die Switch nix gebraucht geholt. Nintendo Sachen meist zu teuer, Sachen von Thirds fallen oft relativ schnell im Preis. Insofern wäre das ne theoretische Frage für irgendwann.
Für Kopien ist eine Switch mit Modchip die billigere und praktischere Lösung. Insofern bin ich eher skeptisch, ob die Karten sich durchsetzen.
Hab seit kurzem eine R4 Karte für den DS Lite. Die hab ich für lau bekommen und die ist bei mir nur für eine Handvoll übertrieben teure Spiele interessant (Order of Ecclesia und Portrait of Ruin etwa), aber wenn ich auf meine Switch Bibliothek gucke, dann ist das einzige jetzt schon richtig teure Spiel Super Mario 3D Allstars und so ziemlich alles bekommt man ganz legal digital.
captain carotTeilnehmerLiegt es daran dass die Reihenfolge nicht fest war? Von mir genannte Titel sind gar nicht drin.
21. Januar 2024 um 10:23 als Antwort auf: Games Aktuell eingestellt – letzte Ausgabe 01/2024 #1777579
captain carotTeilnehmerGames Aktuell 4.800
N-Zone 6.100
PC Games 14.800
PC Games MMORE 5.400
PCGH 16.300
play5 6.400Das waren die letzten Mediadaten. Die MMORE ist sicher auch bald fällig, hab ich aber nicht mitgezählt, weil für Konsolenspieler eh eher uninteressant und selbst im PC Lager nicht für jeden relevant. Bei der N-Zone seh ich einfach die sehr reelle Chance, dass man auf nen (temporären) Auftrieb mit neuer Nintendo Hardware hofft. Für die Ewigkeit ist das halt alles nix mehr. In ihrer Hochphase hat dich die PC Games mehr als 20 mal so oft verkauft. Auch wenn die verkaufte Auflage nur noch langsam fällt ist es da auch eine reine Zeitfrage.
Akut bedroht sind PC MMORE, Play 5 und N-Zone. Bei der MMORE weiß ich nicht, wie viel Extraarbeit überhaupt noch im Heft steckt. Von daher wäre meine geratene Reihenfolge MMORE, dann Play 5 und als letztes N-Zone, zumal die N-Zone eh schon langsamer Leser verliert als die Play 5.
Außer Gamestar und M! Games hat der Markt an Testmagazinen ja mittlerweile auch nicht mehr viel zu bieten. Die Return und die Neuauflage der Retro Gamer werden sich hoffentlich weiter gut schlagen. Die Gamestar dürfte noch ein paar Jahre haben. Mein letzter Stand da ist immer noch eine verkaufte Auflage über 25.000, verglichen mit früher halt miserabel, heute eher der Sehende unter den Blinden wenn man so will.
Die M! Games ist wohl in vielerlei Hinsicht ein Sonderfall. Cybermedia war immer ein kleiner Verlag mit zwei echten Standbeinen, Audiovision und M!, außerdem hat man in den letzten Jahren weiterhin einen klaren Fokus auf die Magazine gesetzt. Insofern seh ich da auch das größte Interesse bei den klassischen Magazinen, weiter am Printmarkt zu bleiben.
Auch wenn ich von den gedruckten Heften anders als früher kaum noch was lese (gerade bei Computec wäre mir heute kein Magazin sein Geld wert), wenn man das goldene Zeitalter der Spielemagazine miterlebt hat, dann sind die Entwicklungen der letzten Jahre schon ziemlich traurig.
captain carotTeilnehmerSchlimm ist relativ. Die ist halt langweilig.
-
AutorBeiträge



