ChrisKong
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ChrisKongTeilnehmerIch gehe davon aus, zumal gerade die indigene Bevölkerung in Hollywood nach wie vor nicht stattfindet. Reservation Dogs, in dem sie auch mitspielt, ist da z.B. eine löbliche Ausnahme. Kann die Show auch sehr empfehlen.
ChrisKongTeilnehmerPrey (Disney+)
Mit den Alien vs Predator Filmen mitgerechnet, ist das nun schon die siebte Inszenierung der Predatoren. Da es über die Predatoren scheinbar nichts mehr zu erzählen gibt, dachte man sich wohl back to the roots. Hier geht man allerdings noch vor Schwarzeneggers Rencontre mit dem Jäger aus dem All auf Tuchfühlung mit einem der Predatoren. Dabei baut man noch Verweise auf Teil 2 der Reihe ein und den Trophäen, die im Schiff der Jäger lagern.
Das Intro fand ich sehr gelungen und von der Einführung profitiert der Hauptcharakter, die junge Indianer-Frau vom Stamm der Comanchen, Naru, deutlich. Daneben agiert ihr Bruder, dem Naru nacheifert. Es ist nur nicht vorgesehen, dass Frauen dem Beruf des Jägers nachgehen. Und so ergeben sich schon früh Konflikte. Ansonsten erfährt aber im Prinzip nur noch die Mutter ein wenig Charakterisierung. Und das führt leider auch schon zu einem Kernproblem des Films. Während das erste Drittel sehr spannend umgesetzt ist und man darauf wartet, dass Naru auf den Predator trifft, so ist im ganzen Rest des Films bis auf ihren Bruder jeder scheinbar nur Kanonenfutter und trägt das breit auf der Brust. So kann beim besten Willen keine Spannung mehr entstehen, da klar ist, dass die Jägerin überleben wird und der Rest kümmert einen einfach nicht.
Es wird ab rund der Hälfte dann auch nur noch ein Kampf an den nächsten gereiht und da sonst erzählerisch nicht mehr viel gemacht wird, ist das für die Laufzeit einfach viel zu viel.
So richtig glaubhaft kommt der Film dann halt auch nicht rüber. Der Trick mit dem runterkühlen des Blutes ist sicher eine nette Variante zur Schlammpackung, aber verlangt dann doch ein wenig zu viel Suspension of Disbelief. Warum der Predator hier auf einmal so anfällig für konventionelle Waffen ist, erschliesst sich auch nicht so recht. Dabei hätte man das durchaus anders lösen könne, z.B. indem Naru den Flieger des Ausserirdischen plündert und so an eine praktikable Waffe gelangt.
Die französischen Siedler/Plünderer kosten zwar einiges an Zeit und der Einfall mit den Tierfallen ist zwar nett und hätte sich gut für einen kritischen Kommentar geeignet, aber letztlich lässt man da viel Potenzial liegen und sie sind dann einfach das Kanonenfutter, das man dem Predator liebend gern zum Frass vorwirft.
Die Tierwelt hat hier auch ziemlich viel Raum, nur ist hier sehr vieles extrem künstlich in der Wirkung, besonders die Bären. Fand das leider nicht grad überzeugend.
Ja, die wirklich gute erste Hälfte verspricht mehr als dann letztlich eingehalten wird. Warum man dann gegen Ende die Hauptfigur Selbstgespräche führen lässt mit Sätzen zum Fremdschämen, erschliesst sich mir auch absolut nicht. Das macht wirklich enorm viel kaputt. Und auch so unnötig. Die Darstellerin, Amber Midthunder, macht das wirklich erstklassig, wenn sie rein mit der Mimik agiert. Sie hat auch unglaublich ausdrucksstarke Augen. Aber die Nummer gegen Ende ist einfach nur peinlich. Hier spürt man wieder, dass der Autor max. Mittelmass ist. Regisseur Dan Trachtenberg hat seine Meriten in der Werbebranche verdient. Und das merkt man dem Film auch an. Viele Shots könnten glatt einem Werbeclip entstammen. Ich hatte jetzt kein Problem mit dieser Ästhetik, da die Landschaft das auch wirklich hergibt. Jedem wird das aber sicher nicht gefallen.
Einen weiteren Zwiespalt und Ausgangspunkt für Debatten ist die oft zitierte Mary-Sue-Thematik. Aufgrund der Tatsache, dass es immer wieder Wasser auf die Mühlen der Misogynie ist, wird bei vielen Kritiken das Thema entweder gleich weggelassen oder man bespielt die konservative Empörung, die sich an jeglicher Form der Emanzipation stört.
Wie steht es nun um die Kritik die diesbezüglich an Prey adressiert wird? Nun, so ganz kann abstreifen kann der Film den Vorwurf nicht. Dazu trägt dann eben auch dieser anachronistische Heroismus-Quatsch am Ende seinen Teil dazu bei. Der Film orientiert sich hier eindeutig mehr bei Marvel als bei Horrorstreifen. Denn dort wächst das Finalgirl über sich hinaus, die Tour de Force ist die Erfahrung, die sie wachsen lässt. Hier wirkt es so, als wären die Skills eben entdeckt und nicht erarbeitet worden. Gefühlt findet kein Überlebenskampf statt. Und das wirkt in der Wechselwirkung mit dem Predator, der Speerspitze der Jagdkunst einfach nicht mit der nötigen Plausibilität vorgetragen. Sogar ein Schwarzenegger musste durch sein Scheitern erkennen, dass er dem Predator nur mit Cleverness beikommen kann. Hier hingegen lässt sich der Predator immer wieder übertölpeln, rücklings angreifen usw. Der Triumph Natur über Technologie hätte hier symbolisch ausgetragen werden können. Die Ideen sind in Ansätzen da, werden aber nicht ausgespielt.
Da diese Punkte aber so unterschiedlich gewichtet werden, empfehle ich wie immer, sich den Film selbst anzusehen. Fans der Predator-Reihe werden hier mMn nicht den besten Film sehen aber auch nicht den schwächsten. Einige Dinge funktionieren sehr gut und wie gesagt, die erste Hälfte hat mir sehr gefallen. Danach fällt er leider ab und ich hatte beispw. mit Predators von Nimrod Antal irgendwie mehr Spass, auch weil die Charaktere mehr hergaben, obwohl das alles Unsympathen waren.
Ich würde daher den Film irgendwo einmitten. Weder kann ich die Euphorie in seiner Gänze nachvollziehen – obwohl ich das nach dem misslungenen Predator Upgrade verstehen kann – noch die Verrisse, die durchaus auch von seriösen Kritikern kamen. Feinschliff hätte Not getan und die Grundidee mit der indigenen Bevölkerung, die auch allesamt passend besetzt warten, hätte mehr bieten können. Amber Midthunder empfiehlt sich für weitere Hauptrollen und darf als Entdeckung des Films gesehen werden. Sie lief dem Zuschauer schon in div. Serien über den Weg, aber hier gehört ihr die Leinwand. Dem Predator stiehlt sie die Show. Aber der hat auch einen schweren Stand. Seine ganzen Kills sind für meinen Geschmack eher suboptimal zusammengeschnitten.
ChrisKongTeilnehmerPosse – die Rache des Jesse Lee
Mario Van Peebles ist so ein bisschen der Jordan Peele der 90er gewesen. Nicht, dass die Filme vergleichbar sind, da beide unterschiedliche Genres bedient haben. Aber die gesellschaftskritische Komponente, die sich mit dem Standing der afroamerikanischen Bevölkerung befasst, ist tief in der DNA beider Filmemacher verwurzelt. Nach New Jack City, der in einer fiktiven Grossstadt spielt, welche die Tochter von Detroit und New York sein könnte, drehte er diesen Western. Im Intro erzählt ein Zeitzeuge, was über den Wilden Westen gerne totgeschwiegen wurde. Von einer demografisch angemessenen Vertretung kann in Hollywood nicht die Rede sein. Auch lange nach diesem Film, merkt man kaum etwas davon, dass ein Drittel der Cowboys schwarz war, zumindest sind diese in div. Filmen weiter unterrepräsentiert. Dafür kriegt man hier nun die volle Dröhnung. Und wenn Van Peebles ruft, werden sie kommen. In seiner Bande gibt es einen Weissen, der hier den Exoten spielen darf. Gemimt wird er von Stephen Baldwin, einem der Baldwin Brüder. Tone-Loc, den man vor allem als Musiker kennt, ist hier Angel, der Playboy im Team von Jesse Lee. Der Mann fürs Grobe wird von Tiny Lister gespielt, der hier mal etwas mehr zeigen darf als den eindimensionalen Handlanger der Schurken. Marios Vater Melvin ist auch mit von der Partie. In weiteren Nebenrollen sind Alle unter einem Dach Cop Reginald Vel Johnson, Pam “Jackie Brown” Grier und Shaft-Komponist Isaac Hayes an Bord. Billy Zane spielt einen schurkischen Colonel und Richard Jordan einen Sherriff, der sich das Land der Bevölkerung von Freemanville einverleiben will, um es teuer der Eisenbahngesellschaft zu verkaufen. Eben dieses Freemanville wurde von Jesses Vater gegründet. Ich fühlte mich an das Massaker in Tulsa erinnert – in der Watchmen-Serie thematisiert – was nicht von ungefähr kommt. Die Demütigung, die Schwarze und Indianer im Zuge der Eroberung des Westens erfahren mussten, greift auch tief ins heutige Gesellschaftsbild.
Der Film mutiert aber nicht zu einer drögen Geschichtslektion. Vielmehr verknüpft er diese ernsten Themen mit einer typischen Western-Handlung und garniert diese auch mit viel Action. Die ist jetzt zwar nicht grandios gealtert, Van Peebles ist auch kein Sergio Leone. Man spürt aber deutlich, wie viel Spass die Darsteller hatten beim Dreh und das überträgt sich ein Stück weit auf den Zuschauer. So oder ähnlich würde ich mir einen Western von Guy Richie vorstellen. Bei den Effekten merkt man auch ein wenig, dass sie nicht State of the Art sind. Verwundungen sehen zum Teil etwas billig aus.
Nichtsdestotrotz stellt der Film eine Bereicherung des Genres dar und sollte mMn in keiner gut sortierten Western-Sammlung fehlen. Mit dem Thema Rassismus geht er auch nicht so verkrampft um, wie manch aktuelle Produktion. Er bleibt auch bei der Charakterisierung zum Teil recht ambivalent. So ist denn auch nicht jeder Schwarze hier am Ende ein Held. Mir hat New Jack City dennoch etwas besser gefallen und ist für mich das etwas rundere Werk.
Den Film gibts als schickes Mediabook, die Bildqualität ist im Grossen und Ganzen in Ordnung. Die Schärfe schwankt ein wenig, aber besser sah der Film mit Sicherheit auf keinem der Releases davor aus. Die deutsche Tonspur ist nicht der Rede wert, war aber zu erwarten.
ChrisKongTeilnehmer@Tabby
Gabs alle Covers zur Auswahl? Hatte mich für Cover B entschieden.
16. September 2022 um 15:37 als Antwort auf: Gebt euren aktuellen Youtube Videos ein Publikum #1748180
ChrisKongTeilnehmerHmm, das Spiel scheint der letzte Müll zu sein, aber eben durchaus perfide. Dazu fällt mir ein Beitrag aus einer Schweizer Konsumentenschutzsendung ein, unten verlinkt. Dort hat ein Kind in einem Gratis-Spiel grad mal 6000.- Hämmer versenkt. Was mir damals neu war, dass der Plattformbetreiber, in dem Fall Google, einen satten Drittel von Ingame-Verkäufen einstreicht. Entsprechend gross ist das Interesse, die Konsumenten – und es wird ja klar auf Kinder abgezielt – davor zu schützen. Ich bin das Game mal googeln gegangen und siehe da, geht man auf Bewertungen erscheinen nur die positiven. Ich wüsste da nicht, wie ich die negativen anschauen kann, zumindest nicht über den normalen Chrome-Browser am Laptop. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Das Spiel hab ich ebenfalls unten verlinkt.
Persönlich kann ich nur hoffen, dass der Gesetzgeber da bald mal aktiv wird und Ingame-Käufe limitiert werden. Man sollte damit bei Freetoplay Spielen nie über den Betrag eines Vollpreisspiels kommen. Vielleicht nimmt dann dieser Müll automatisch wieder ab. Das eine Beispiel im Video ist echt haarsträubend, für eine lächerliche Skin, werden umgerechnet 100 Öcken verlangt. Klar, wird jetzt sicher Leute geben, die sagen selber schuld. Aber wie ebenfalls im Beitrag geschildert, ist das Vorgehen der App-Anbieter im Grunde widerrechtlich, die Spiele dann für Minderjährige überhaupt freizugeben. Das ganze System zielt auf diese Abkoche ab. Die EU sollte da schnellstmöglich griffige Regularien erarbeiten.
https://apps.apple.com/ch/app/the-wolf-online-rpg-simulator/id1189578604
ChrisKongTeilnehmerX
Sexas Chainsaw Massacre? Nun, nicht ganz, aber geht so in diese Richtung. Die Geschichte ist schnell erzählt. Eine Gruppe von Leuten, die einen Pornofilm drehen wollen mit dem Titel the Farmers Daughter, hat sich in ein ländliches Anwesen im erzkonservativen Texas eingemietet. Die Besitzer, ein alter Farmer und seine Frau, wissen nicht, was auf ihrem Grundstück stattfinden soll. Wir schreiben das Jahr 1979 und das Drehen von Pornofilmen ist in dem Teil der USA heikel. Ist es jetzt, über 40 Jahre später wohl auch noch. Die amerikanische Prüderie steht hier sicherlich auch in der Kritik, aber das Thema wird jetzt auch nicht so intensiv verhandelt, wie man denken könnte. In seiner Struktur ists ein relativ simpler Horrorfilm nach bekanntem Schema.
Feinheiten findet man hier vor allem in der Inszenierung und kleinen Details. Der Film spart auch nicht mit Referenzen auf andere Werke aus dem Genre. Ti West, der Regisseur des Films macht hier einiges sehr viel besser als bei aktuellen Alternativen. So nimmt er sich wirklich ordentlich Zeit, bis er die erste Eskalation einleitet. In dieser Zeit baut er Atmosphäre auf, gibt ein Gefühl für das Innenleben der Charaktere und bietet einen kleinen Querschnitt durchs thematisierte Milieu.
Die Bedrohung überzeugt mich jetzt nicht auf ganzer Linie, dafür wirken die Täter in vielen Situationen zu gebrechlich. Aber scheinbar hat man dann keine Mühe Leute aufzuhängen und dgl.
Interessant ist auch eine Entscheidung, die Hauptdarstellerin in einer Doppelrolle agieren zu lassen und ein zukünftiges älteres Ich zu spiegeln. Allerdings ist das Altersmakeup nicht grad über jeden Zweifel erhaben. Gleiches gilt für Darsteller Stephen Ure, der den älteren Farmer spielt. Zu ersterem Punkt kann man sicher sagen, dass der Zuschauer hier etwas Interpretationsspielraum erhält. Mia Goth, die die Hauptrolle innehat, kriegt gegen Ende noch ein paar zusätzliche Facetten, da ihre Motivationslage in Teilen erklärt wird. So versteht sich die Pornografie in diesem Film als einen Akt der Rebellion.
Ganz in der Tradition bisheriger A24 Filme, hält der Film ein paar visuelle Spielereien bereit, Schnitt und Dialoge sind auch nicht einfach willkürlich. Somit reiht sich der Film nahtlos in das bisherige Oeuvre des Studios ein.
Mir hat das Ergebnis sehr gefallen, auch wenn ich nicht alles überzeugend fand. Gehört für mich zu den besseren Horrorfilmen der jüngeren Vergangenheit. Einzig, wer erwartet, dass hier Horror mit knisternder Erotik kombiniert wird, der dürfte enttäuscht werden. Mir scheint es da in letzter Zeit sowieso so, als würde da mit sehr viel Zurückhaltung inszeniert werden. Lasziv war gestern. Davon hätte der Streifen sicher eine gute Portion mehr vertragen können. Schliesslich arbeitet er ja mit Motiven aus dem Exploitation-Genre.
Der Ton ist dem Geschehen angemessen, das Bild ist zum Teil absichtlich immer mal wieder unscharf, die Durchzeichnung in dunklen Parts geht in Ordnung. Eine Referenz ist das Bild nicht, was aber als gewollt hingenommen werden muss. Von der Mediabook-Version gibt es div. Cover-Versionen, es ist ein Hingucker geworden.
ChrisKongTeilnehmerVöllig richtig, habs korrigiert. Ich hatte, als ich den Film geschaut habe, im Kopf, dass es ein Fantasy-Film sein muss. Das wäre dann der andere Film gewesen. Als ich meiner Schwester von dem Film erzählte, hatte sie ebenfalls den Fantasystreifen im Kopf, respk. die Bücher dazu. Im Original heisst das Buch zu Waititis Film dann nochmals anders, Wild Pork and Watercress. Der englische OT des Films ist dann Hunt for the Wilder People, was auf Deutsch sinngemäss auch falsch übersetzt wurde.
Lamb liegt auch schon bereit. Auf den bin ich sehr gespannt. Morbius konnte ich mich noch nicht überwinden, müsste eigentlich erst mal Venom 2 schauen, um in der Reihenfolge zu bleiben. Aber schon da ist es jetzt nicht gerade zuoberst auf dem Stapel. Spencer und Belfast waren seinerzeit halt die typischen Oscarbait-Streifen. Wird sicher irgendwann geschaut.
15. September 2022 um 1:42 als Antwort auf: Gebt euren aktuellen Youtube Videos ein Publikum #1747912
ChrisKongTeilnehmer17 Liter ist verdammt viel. Wobei Fulci und Co. vermutlich das als Verbrauch pro Meter Film angeben.
Das mit dem asynchronen Gameplay, wäre mal interessant zu wissen, wie alt das schon ist. Ich meine, ich kenns zumindest seit Perfect Dark, dort gabs einen Counter-Operative Modus, da übernahm der eine Spieler immer einen der Gegner im Level. Halt nur per Splitscreen und von daher schon eine rechte Ruckelorgie.
ChrisKongTeilnehmerGestern und Heute je ein Match der EM geschaut. Muss sagen, macht richtig Spass. Schöne Spielzüge, geile Aktionen und Einsatz. Gestern hat Griechenland noch das Spiel gedreht, die Tschechen haben aber toll gespielt. Aus dem griechischen Coach könnte man vermutlich Tonnen an Memes rauspressen. Witziges Detail, alle Coaches sprechen Englisch. Das war auch in der Partie heute der Fall, Deutschland Griechenland. Frage mich ob das eine Auflage der Fiba ist, weil immer wieder in die Besprechungen reingeschnitten wird.
Die Atmosphäre war auch sehr aufgeladen. Die Deutschen haben ein tolles Spiel abgeliefert, keine Ahnung warum die Deutschen sich da selber nicht so recht zu den Favoriten zählen wollen. Besonders Daniel Theis hat überzeugt mit Hustleplays. Das war denn auch eine der dümmsten Entscheidungen mMn in den letzten NBA Playoffs, dass Theis so gut wie keine Minuten gegen die Warriors sah. Jetzt spielt er ja woanders, hoffe die wissen ihn besser einzusetzen. Auf jeden Fall ein tolles Match, dass die Deutschen gezeigt haben und verdient in den Halbfinal vorgestossen sind. Mit Spanien hat man einen Favoriten als nächsten Gegner. Auf der anderen Seite gewann überraschend Polen gegen Slowenien und Frankreich besiegte Italien recht deutlich. Schätze mal die Franzosen werden das Rennen machen.
Ich behaupte aber mal, dass der Sieger der EM aus dem Halbfinal Spanien Deutschland hervorgehen wird.14. September 2022 um 18:15 als Antwort auf: Gebt euren aktuellen Youtube Videos ein Publikum #1747903
ChrisKongTeilnehmerJetzt mal das Video mit Evil Dead nachgeholt. Interessante Info mit Dead by Daylight. Nie davon gehört. Asynchrones Gameplay, kurz Asi-Gameplay, das scheint es ja dann auch zu sein. 🙂
Auf jeden Fall ein dickes Kompliment für das Intro, inkl. Bruce Campbell Matte. Ich glaub bei dem Teil mit dem Kunstblut hätt ich gekotzt. Das mit den Kamera-Winkeln war ein schönes Detail, wirkte zum Teil wirklich sehr original. Wirklich ein Highlight in der Playlist.Ja, die Gefahr bei dem Spiel ist genau die, kriegt es zu wenig Support, ist die Chance auf Weiterentwicklung gleich null, Support aber ist halt auch daran geknüpft, was es jetzt schon bietet. Ich fürchte der Titel ist wohl zu sehr Nische.
ChrisKongTeilnehmerWo die wilden Menschen jagen
Coming of Age ist Taika Waititi alles andere als fremd. Auf Disney Plus gibt es Reservation Dogs, in dem Kinder in einem Reservat porträtiert werden. Mit Jojo Rabbit legte er einen Coming of Age Film im World War Two Setting vor und gewann prompt den Drehbuch-Oscar. Kritiker monierten die kindischen Eskapaden. Ob man das jetzt gut findet oder nicht, es gehört durchaus zu Waititis bisherigem Stil dazu. Er hat einen Hang zum Verspielten, fast so als würde er seine Kindheit nachholen. Auf jeden Fall zelebriert er diese jeweils in den Filmen, wo er sie zum Thema macht. Seine Kinder sind aber in der Regel mit allen Wassern gewaschen, so auch in diesem Film von 2016. Weiter baut Waititi immer Referenzen zu seiner Film-Sozialisation ein, sprich man merkt genau, welche Filme er mag und konsumiert hat. Hier darf Hauptdarsteller Julian Dennison die popkulturellen Referenzen droppen, bis der Arzt kommt. Er spielt einen Jungen, der zu Pflege-Eltern in die Wildnis gebracht wird. Natürlich handelt es sich um ein Problemkind, das anfangs so gar nicht integriert werden will. So nach und nach freundet er sich mit seiner Pflegemutter an, bis ein trauriges Ereignis die Welt von Ricky Baker abermals auf den Kopf stellt. Zurück will er nicht, nur muss er sich dazu irgendwie mit dem bärbeissigen Hector Faulkner, gespielt von einem glänzend aufgelegten Sam Neill, arrangieren. Und der ist lieber auf der Pirsch, als sich um ein Kind zu kümmern. Bald schon überschlagen sich die Ereignisse aufgrund von Missverständnissen und beide befinden sich auf der Flucht vor den Behörden.
Waititi konzentriert sich stark auf die Kommunikation der beiden. Dabei belässt er es bei einem eher beschwingten Grundton. So ernst wie in Jojo Rabbit wird es nie. MMn hätte das dem Film durchaus etwas mehr Tiefe geben können. Gerade zu Ricky Bakers Vergangenheit erfährt man eigentlich überraschend wenig. Der Film glänzt dafür mit einem weiteren Hauptdarsteller, der neuseeländischen Landschaft, an der man sich kaum satt sehen kann. Das alles ist auch sehr opulent eingefangen worden von Kameramann Lachlan Milne.
Der Roman, auf dem der Film basiert, ist wesentlich ernster. Auch wurden Figuren hinzugefügt, um das ganze aufzulockern. In seinen Grundzügen erinnert er sogar stark an eine dänische Komödie, z.B. das Duo aus Behördenvertreterin und Cop. Diesen Charme hätte man durchaus noch etwas stärker ausspielen dürfen.
Das Abenteuer der Beiden verspricht davon abgesehen viel Kurzweil und ist ideal für einen verregneten Sonntagnachmittag. Einige Szenen sind Waititi typisch sehr skurril und manchmal auch etwas böse. Einen zynischen Klassiker kriegt man zwar nicht serviert, aber er arbeitet mit viel Augenzwinkern. Das macht den Film so sympathisch wie Waititi selbst. Anders gesagt, wer Waititis bisherige Arbeiten mag, dürfte auch daran Gefallen finden. Wer nichts mit dessen Humor anzufangen weiss und für den Waititi ein Dorn im Auge ist, sollte die Finger davon lassen, denn der Film ist Taika durch und durch.
ChrisKongTeilnehmerIch hatte erst auch überlegt, ein wöchentliches Watching draus zu machen, aber ziehe es generell vor, das Tempo selber zu wählen, darum steht eine Sichtung noch aus. Sind ja nur 8 Episoden in der ersten Staffel. Das scheint mir sogar ein bisserl wenig, wenn man die Komplexität der Welt von Tolkien berücksichtigt. Aber da man sehr viel selber schreiben muss, mangels konkreter Vorlage, wundert das nicht.
Das mit der Chronologie ist wohl wirklich ein dramaturgisches Problem, da zwischen bestimmten Ereignissen wohl zu viel Zeit liegen würde.14. September 2022 um 9:16 als Antwort auf: Heute schon gelacht? Der Sketche und lustige Videos Thread! ? #1747879
ChrisKongTeilnehmerKeine Sketches oder Videos, aber dafür Arrangements mit Actionfiguren, die zum Lachen und Schmunzeln sind. Einfach mal reinschauen, erinnert etwas an Robot Chicken.
https://bettermanly.com/wp-content/uploads/2022/06/BalQ_aXhilm-png__880_img_62a4fee1d93c6.jpg
ChrisKongTeilnehmerJean-Luc Godards Wirken hat das Kino massgeblich mitgeprägt, er gehörte zu den Mitbegründern der Nouvelle Vague, die das Kino neu gedacht und mit Konventionen gebrochen haben. Das beeinflusste später das New Hollywood und Regisseure wie Scorsese, welche wiederum die Filmemacher von heute beeinflusst haben, wenn man da z.B. an Joker denkt.
ChrisKongTeilnehmerGunpowder Milkshake
Mittlerweile füllen die weiblichen Killer ein ganzes Regalfach. Dieser Film sortiert sich bestens in die ganzen Actionfilme ähnlicher Couleur ein. Die Inszenierung und Choreografie wirkt aber ein ganzes Stück ausgereifter, was dann auch mehr Spass macht als bei vergleichbaren Vetretern.
Hauptdarstellerin Karen Gillan hat schon in allerhand Filmen mitgespielt und natürlich in div. Serien, z.B. Dr. Who. Mir war sie aber nicht bekannt. Von daher erstmal ein recht unverbrauchtes Gesicht. Und ich finde, sie macht ihre Sache wirklich gut. Der Rest des Casts hat schon einiges mehr auf dem Kerbholz. Paul Giamatti spielt zwar selten die erste Geige, wertet aber fast jeden Film auf, in dem er mitspielt. Und das waren nicht wenige. Carla Cugino kennt man aus Entourage oder Watchmen, Michelle Yeoh scheint irgendwie nicht zu altern. Wenn man bedenkt, wie lange ihre Actionfilme mit Jackie Chan her sind, kann sie als Action-Aktrice immer noch überzeugen. Angela Bassett hat mit Tina Turner schon mal eine richtige Ikone gespielt. Witzigerweise heisst ihre Rolle hier wie der bürgerliche Name von Tina Turner, Anna May. Die drei spielen die sogenannten Tanten und verwalten über ihre Bibliothek den Waffenbedarf für Killerinnen. Sam (Karen Gillan) ist über ihre Mutter, gespielt von Lena Heady, in die Szene reingerutscht.
Vor Jahren hat sich diese aus dem Staub gemacht und Sam zurückgelassen. Leider muss man ab diesem Zeitpunkt die komplette Geschichte mal ausblenden und sie als reines Konstrukt für die Kampfhandlungen betrachten. Denn kaum etwas scheint hier wirklich sinnig und wird auch nicht erklärt. Die Dummheit der Auftraggeber wird dann plötzlich zu Sams Problem gemacht, nicht mal die wissen genau warum. Ist einfach so. Warum dann wiederum eine andere Partei einen Buchhalter erpresst, andere Kriminelle zu bestehlen, obwohl die selber schon wie irgendwelche Bankräuber daherkommen? Unbekannt. Natürlich taucht dann noch ein Kind auf, damit die Killer eine Motivation haben, nicht mit der Munition zu sparen. Auch das kennt man schon zur Genüge.
Der Film punktet wirklich bei den Actionszenen, da sind einige originelle Sachen dabei. Man hätte natürlich noch ein wenig mehr auf Humor setzen können. Aber die Dialoge sind nicht grad die Stärke des Autors. So bleibt ein kurzweiliges Action-Vehikel, bei dem Frauenpower Trumpf ist. Die tollen Darstellerinnen sind hier das A und O und machen vieles von dem wett, was das Drehbuch versäumt. Das Schurkarium ist dafür nicht der Rede wert. Weniger dafür zähere Gegner wären besser gewesen. Wirklich gross abheben tut man sich dann aber zu wenig. Vielleicht wird in einer Fortsetzung noch einiges verbessert? Das wäre nämlich mal ein Novum, wenn eine der Actionheroinen der jüngeren Vergangenheit mal in Serie gehen würde. Karen Gillan würd ichs gönnen, sie trägt diesen Film sehr gut. -
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